Wie die Überschrift schon sagt: langweilig war mir in den vergangenen Wochen weniger. Der Ironman, sowie weitere Wettkämpfe sind vorbei.
Die Mitteldistanz in Moret lief bestens, Schwimmen bin ich gut durchgekommen, radfahren war wie immer klasse und auch der Lauf war für mein Trainig sehr gut, da ich immerhin einen 5er Schnitt duchlaufen konnte. Das reichte am Ende für den Vize Titel in meiner AK. Julia ist sogar Hessenmeisterin geworden.
Am 1. Juli stand dann der große Tag an – langer Rede kurzer Sinn – es war das perfekte Rennen. Einen ausführlicheren Bericht gibt es hier: http://www.triablaugelb.de/index.php?id=68&backPID=68&begin_at=4&tt_news=268
Nun bin ich endlich für Hawaii qualifiziert und werde da auch hinfahren – die Startgebühr ist bereits bezahlt, die Reise ist gebucht, nu gibt es kein Zurück mehr. Leider hat Julia nur 10 Tage frei bekommen, so dass wir nur das Minimalprogramm buchen konnten, aber auch so wollen wir einiges von der Insel sehen. Freu mich schon wie irre darauf, auf der anderen Seite ist es garnicht so leicht, sich nun wieder fürs Training zu motivieren. Aber nun geht es kommende Woche erst mal in die Berge und danach werd ich wohl wieder anfangen.
Direkt nach dem Ironman durfte ich zum Zahndoc, der mir nun erst mal eine Krone verpasst hat – waren das Schmerzen…
Beim nächsten Mal gibt es wieder mehr infos, muss vor dem Urlaub noch einiges erledigen, daher – Null Zeit…
Viel passiert im letzten Monat
Scheinbar wieder heile
Nachdem der Triathlon am Sonntag recht gut verlief. sprich, meine Sehen hat sich nicht sonderlich gemeldet, wollte ich es gestern nochmal wissen. Als letzten Test vor Moret bin ihc zunächst 100km durch den Taunus gefahren und anschließend noch 11km gelaufen. Meine Sehne habe ich dabei nicht gespürt, aber alles andere. Der Muskelkater vom Sonntag wurde nicht wirklich besser und da ich viel zu wenig getrunken hatte – bereits den ganzen Tag – war ich am Ende des Laufs volkommen dehydriert – das war dann schon nicht mehr lustig. Zu hause hab ich mich dann mal gewogen und war tatsächlich 4,5 kg leichter als am Morgen – kein Wunder, dass mir schwindelig geworden war. Zu hause hab ich dann getrunken wie ein Ochse, so viel wie es mein Magen zugelassen hat, aber als Test war die Aktion dennoch gut, mal sehen, wie es am Samstag läuft…
Mal wieder eine Meldung
Uff was ein Wochenede. Nachdem ich Donnerstag mit dem Rad nach Fulda gefahren bin, musste ich Freitag wieder in aller Früh mit dem Zug zurück. Also um 5:30 aufgestanden und den Zug um 6:00 Uhr genommen. Hätte auch alles bestens gepasst, doch leider musste sich so ein dummes Rindvieh auf die Gleise werfen, so dass der Zug vor uns hinüber war. Angeblich war es eine ganze Herde. Nunja, nachdem mein Zug dann 2 Stunden dumm rumstand, konnten wir endlich auf das Nebengleis ausweichen, so dass ich dann nach fast vier studnen Fahrt in FFM war – da hätte ich auch mit dem Rad fahren können. Nachmittag ging es dann wieder mit dem Rad nach Fulda und die ersten drei Stunden waren super schön. Dank des Tipps eines Freundes fahre ich nun auf dem Vulkanradweg und der ist wirklich klasse – schöne Strecke und keine Autos – was will man mehr. In Gunzenau traf ich dann die Julia und wie auf Bestellung ging dann die Welt unter: Gewitter, Starkregen und Sturm. So haben die letzten 20km dann nicht wirklich Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hatte es auch noch gehagelt, so dass die ganze Straße voller Hagelkörner war. Wenn es nicht so abartig geregnet hätte, gäbe es auch ein Bild davon, aber das hätte meine Kamera keine Minute überlebt.
Samstag war dann wieder bestes Wetter und wir sind die RTF in Bimbach gefahren. Insgesamt 150km durch die Rhön, auf einer super schönen Strecke. Das Wetter passte auch, was will man mehr. Als Vorbelastung für den kommenden Marathon war das schon mal ganz gut. Abends als wir vom Italiener zurück waren ging dann mal wieder ein Gewitter ab, aber das war egal.
Sonntag klingelte der Wecker zu unmenschlicher Zeit, ich mag es garnet schreiben wann. Um 5:30 mussten wir am Start sein, da wiruns noch nachmelden mussten. Das ging recht problemlos und um 7:30 Uhr ging es dann mit einigen Vereinskollegen los. Bis zur ersten Kontrolle verlief die Strecke recht flach, so dass wir gemütlich dorthin rollen konnten. Danach zeigte sich mal wieder, das Trias es einfach nicht auf die Reihe bekommen, sozial in der Gruppe zu fahren, sprich Warten auf die langsameren Fahrer geht anscheinend nicht. Julia und ich sind dann die Tour alleine gefahren und hatten unsere Ruhe. Bis ca. 15:00 Uhr war auch das Wetter gut, dann kam mal wieder ein Gewitter – wäre ja auch ansonsten langweilig geworden. Also die letzte Stunde wieder patschnass gefahren, aber schee war es dennoch. Danach waren wir beide recht gechafft, so dass außer Essen nicht mehr viel ging…
Am Montag war dann extrem-relaxing angesagt, eigentlich wollten wir mit dem rad nach Frankfurt fahren, doch da diesmal ausnahmsweise Dauerregen angesagt war, haben wir dann doch das Auto genommen.
Alles in Allem kamen so in den vier Tagen ca. 600km zusammen mit ca. 9000hm, am kommenden Sonntag wird sich zeigen, was es gebracht hat…
Gestern abend waren wir dann noch in Fluch der Karibik – hm, naja, sagen wir mal so, war nun nicht so der Brüller…..
Zahnarzt – mal wieder
Nachdem mir am Sonntag kurz vor dem Start des Teamzeitfahrens ein Stück vone einem Zahn abgebrochen war, musste ich am Mittwoch dann doch mal wieder zum Zahnarzt. Der schaute sich kurz meine Beißerchen an und stellte dann fest, dass es nun soweit ist – der entsprechende zahn muss überkront werden – eigentlich war mir das bereits vorher klar, denn die Überkronung sollte schon länger gemacht werden und das Provisorium, das ich eigentlich nur für eine kurze zeit tragen sollte iust nun schon mehr ale zwei Jahre im Zahn. Also, was soll ich groß sagen, in drei Wochen geht die eigentliche Behandlung los, vorher brauch ich noch so einen Wisch von der Krankenkasse -die eh nix dazu zahlt. der Spaß kostet mich dann so ca. 650 Oironen – ich glaub, selbst wenn ich es schaffen würde, mich dieses Jahr für hawaii zu qualifizieren, könnte ich es mir gar nicht leisten….
Gerolsteiner Tour Festival
Nachdem das Gerolsteiner Tour Festival im vergangenen Jahr komplett im Dauerregen stattfand, gab es dieses Jahr schon eine kleine Besserung, es regnete nur an einem Tag, aber der Reihe nach.
Das Festival findet an drei Tagen statt, Freitag steht ein Zeitfahren auf dem Programm, Samstag ein Radmarathon und Sonntag ein Teamzeitfahren. Ich dachte mir: wenn schon denn schon und wollte natürlich alles mitmachen, damit sich die Anreise auch lohnt.
Eigentlich müsste man den Wettkampf anders ausschreiben und Bergzeitfahren nennen, denn eine 30km lange Strecke mit 650hm ist nicht wirklich eine klassische Einzelzeitfahrstrecke. Glücklicherweise kannte ich den Kurs aus dem letzten Jahr und bin mit dem konventionellen Rennrad an den Start gegangen. Ausreichendes Warmfahren vor dem Start ist ebenfalls Pflicht, denn ein Einrollen gibt es nicht: Rampe runter und Berg wieder rauf. Bei mir lief es ganz gut, nur merkte ich dann doch irgendwann, dass ich immer noch 4kg zu schwer bin. Bis zu meinem Start lag die Bestzeit bei ca. 54 Minuten, da wollte ich schon recht nah drankommen – also ohne Rücksicht auf Verluste die Berge rauf und wieder runter. Die Abfahrten waren teilweise in erschreckendem Zustand: Schlaglöcher und Dreck in den Abfahrten, besonders gerne in den Kurven. Bin aber dann dennoch gut durchgekommen. Der extrem starke Wind, der uns auf der Hinfahrt fast von der Autobahn geblasen hatte, war glücklicherweise kein großes Problem, da die Strecke größtenteils im Wald verlief und daher entsprechend windgeschützt war. Die ersten zwanzig Kilometer fühlte ich mich auch irre schnell, doch dann wurde ich von einem Fahrer überholt, der zwei Plätze hinter mir gestartet war – interessanterweise war er nur in den Abfahrten schneller, bergauf waren wir gleich stark – eventuell sollte ich doch mal das Abfahren lernen. Im Ziel blieb die Stoppuhr bei mir nach ca. 56 Minuten stehen, da die Bestzeit mittlerweile bei 52 Minuten lag, war ich somit am Ende nur 12ter. Immerhin ein Platz besser als im letzten Jahr, da war ich nur 13ter.
Samstag – Marathon
Der Samstag begann alles andere als gemütlich – als wir beim Frühstück saßen fing es an zu regnen und es sah nicht wirklich danach aus, als ob es noch mal aufhören wollte. Entsprechend gelaunt waren wir dann auch. Irgendwann ließ der Regen dann doch nach und wir kamen einigermaßen trocken zum Start und auch die Startaufstellung fiel nicht ins Wasser. Zum Start wurde das Wetter sogar richtig gut, doch das sollte sich schon bald ändern. Da die ersten beiden Kilometer neutralisiert waren, begann das rennen erst am ersten Anstieg, der entsprechend schnell gefahren wurde, so dass sich bereits dort eine Spitzengruppe von ca. 30 Startern gebildet hatte. Bergauf war auch nicht wirklich ein Problem dran zu bleiben, doch als es in die erste schnellere Abfahrt ging meldete sich mein Gehirn und sagte mir, dass ich diese Straßen nicht mit 80km/h runterfahren muss, also hatte ich nach der Abfahrt bereits einen Abstand von ca. 100 Metern zur Spitzengruppe, den ich alleine nicht mehr zufahren konnte. Für mich stand dann ein nahezu 80km langes Einzelzeitfahren an, die Spitzengruppe war weg und hinter mir war auch weit und breit niemand mehr – spitze. Das Wetter konnte sich dann auch nicht entscheiden – immer wenn ich dachte, ich könnte meine Regenjacke doch ausziehen, kam der nächste Schauer, so blieb alles gleichmäßig feucht und kalt. Es kam natürlich wie es kommen musste, ca. einen Kilometer vor dem Ziel holten mich drei Fahrer, ein, doch mir war das recht egal, ich wollte nur fertig werden und da anscheinend der größte Teil der Spitzengruppe nur die 53km strecke gefahren war, sprang für mich am Ende ein 11ter Platz raus, in meiner AK sogar siebter. Was will man mehr…
Sonntag – Teamzeitfahren
Das Teamzeitfahren war wieder der eigentliche Höhepunkt des Festivals – wirkliche Alternativen gibt es für Hobby-Sportler zu diesem Event eigentlich keine, zumindest ist mir keine bekannt. Es gilt eine 30km lange Wendepunktstrecke als Team zu absolvieren, wobei maximal 4 Fahrer ein Team bilden, wovon mindestens drei ins Ziel kommen müssen.
Zusammen mit drei Freunden ging es also an den Start, wobei unser Team etwas zusammengewürfelt aussah: jeder in seinem eigenen Trikot – im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die in Einheitskluft starteten. Große Taktik hatten wir keine, jeder wolle so lange im Wind fahren, wie es ging, und dann freiwillig ausscheren. Direkt am Anfang führte die Strecke wieder einen Anstieg rauf, so dass zunächst jeder für sich kämpfen musste, wir kamen jedoch alle recht gut oben an. Die extrem schnelle Abfahrt führte durch ein Wohngebiet, war jedoch perfekt abgesperrt, so dass man bestens laufen lassen konnte. Das anschließende Flachstück machte dann richtig Spaß – dank regelmäßiger Wechsel konnten wir unsere Geschwindigkeit trotz recht heftigem Wind fast kontinuierlich über 45km/h halten. Direkt nach dem Wendepunkt waren dank Rückenwind 2-3 Kilometer sogar 50km/h drin – was ein Spaß. Natürlich ging es so nicht weiter, sprich wir wurden auch wieder langsamer und vor allem der Anstieg am Ende zog uns dann so ziemlich den letzten Zahn. Die letzte Abfahrt nahmen wir dann alle etwas vorsichtiger, da der Belag alles andere als gut war. Nach 41:33 waren wir dann auch im Ziel. Damit waren wir schneller gewesen als das Siegerteam im vergangenen Jahr, doch dummerweise hatten die anderen Teams auch aufgerüstet und so blieb für uns nur die Holzmedaille sprich der vierte Platz über.
Alles in allem wieder ein klasse Wochenende, vor allem das Teamzeitfahren macht richtig Spaß und ist sicherlich auch kein schlechtes Training für die kommenden Liga Starts.
Regeneration
Ich glaub, ich habe es in Buschhütten übertrieben. Nun ist das ganze schon drei Tage her und mir tut immer noch alles weh – na gut, vor allem die Blasen an den Füßen. Heute habe ich da mal Compeed Pflaster drauf gemacht, damit die nicht immer wieder aufgescheuert werden.
Gestern abend habe ich eine kurze Regenpause genutzt, um eine kurze Regenerationsrunde zu drehen, was auch sehr gut tat. Da ich ja grad keinen Pulsmesser hab, muss ich mich da allerdings auf mein Gefühl verlassen, aber so langsam, wie ich war, kann das nur regenerativ gewesen sein. Heute mach ich nochmal Pause, morgen eine kurze lockere Tour und am Wochenende steht dann schon Gerolstein an: Zeitfahren am Freitag, Marathon am Samstag und Teamzeitfahren am Sonntag – und wieder Regen…..
Buschhütten – Start mit Hindernissen
Nun bin ich also doch in Buschhütten gestartet und es hat sogar Spaß gemacht, trotz der schlechten Vorzeichen. Aber der Reihe nach.
Am Freitag habe ich mich an einem Kartoffel-Zucchini-Auflauf versucht und mir dabei an dem rattenscharfen Küchenhobel die Fingerkuppe am Zeigefinder weg gehobelt. Hat ewig geblutet und tut weh wie sau. Alles nur, weil ich meinte, keinen Restehalter zu verwenden…
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Danach hatte ich den Start am Sonntag eigentlich schon abgehakt, denn schwimmen mit einer offenen Wunde ist nicht unbedingt das Optimum, doch beim Frühstück sah die Wunde schon wieder ganz gut aus. Also hab ich dann doch in 15 Minuten alles zusammen gepackt und bin doch gestartet.
Nachdem die Anfahrt problemlos verlaufen war und wir einen Parkplatz in der Nähe des Ziels gefunden hatten, marschierten wir zunächst zu der Startnummerausgabe, die sich am ca. 10 Minuten entfernten Freibad befand. Man hätte auch bis dahin mit dem Auto fahren können, aber dann hätten wir nach dem Wettkampf einen weiteren weg gehabt. Also passte das schon. Also Startnummer abgeholt und zurück zum Auto und die Räder ausgeladen – ich bin immer noch begeistert, dass alles in den kleinen Lupo gepasst hat… Nachdem wir unsere Laufsachen in der Wechselzone deponiert hatten ging es mit den Rädern zum Schwimmbad. Dabei meinte sich ein Ordner noch tierisch aufspielen zu müssen, weil ich den Aerohelm nicht aufziehen wollte. Wenn er sonst nix zu tun hat…
Rad einchecken und Wechselzone 1 herrichten verlief problemlos, nur hab ich mal wieder getrödelt und war dann erst 2 Minuten vor dem Start im Wasser. Also rein und los. Das Schwimmen lief erstaunlich gut, schon nach 18 Minuten war ich damit fertig. Ok, die Spitze hatte Zeiten um 12 Minuten, aber die waren garantiert öfter im Wasser als ich….. Im Wasser hielt mein Verband erstaunlich gut, so dass ich keine Probleme mit der Wunde an meinem Finger hatte.
Der Wechsel gestaltete sich dafür etwas schwierig, da ich tierisch aufpassen musste nicht an die Wunde zu kommen, da noch immer jede Berührung höllisch schmerzte. Klappte aber auch und ab aufs Rad. Das lief eigentlich ganz gut – ok, eigentlich kann ich mehr, aber nach dem Sturz am vergangenen Dienstag und in Anbetracht der Tatsache, dass meine Blutwerte alles andere als optimal waren, bin ich zufrieden.
Als es dann zum Wechsel ging war ich fast etwas traurig, denn mir war klar, dass der Spaß nun vorbei war. Wie immer hatte ich mir zum laufen keine Socken bereit gelegt, dummerweise hatte ich auch das Melkfett in der morgendlichen Hektik vergessen, so dass meine Schuhe, die noch nicht so recht eingelaufen sind, schon nach 500 Metern anfingen zu scheuern. Na super, das konnte ja was werden. Die Laufstrecke hat es dafür in sich: bis auf einen kleinen Teil nie wirklich flach. Ich hatte schon nach einer Runde genug, dummer weise kamen dann noch drei. Nach der ersten hatte ich meinen Brustgurt ausgezogen, der mir mittlerweile am Bauch hing und neben die Absperrung geworfen, da ich ihn nicht die ganze Zeit mitschleppen wollte. Irgendwann war ich dann auch fertig und nach 2:00:47 war ich im Ziel. Hätte ich unterwegs mal auf die Uhr geschaut, die 47 Sekunden wären sicherlich noch drin gewesen, aber egal, ich war dennoch zufrieden. Als ich nach dem rennen meinen Gute holen wollte musste ich feststellen, dass der weg war, was mich schon tierisch geärgert hat, denn so billig ist der nun auch nicht. Ich hoffe, dass der eventuell doch noch auftauscht. Nachdem auch Julia im Ziel war, haben wir uns dann noch die Top Starter angeschaut und das war schon heftig, wie schnell die laufen konnten. Herrje….
Alles in allem ein sehr netter Wettkampf, auch wenn wir abends beide ziemlich fertig waren…
Buchkritik: Werner Bulst: Betrug am Turiner Grabtuch
Über das Turiner Grabtuch wurde viel geschrieben und spekuliert, mir war lange Zeit nicht klar, dass es auch einen ganzen Wissenschaftszweig gibt, der sich mit dem Tuch befasst. Werner Bulst legt in seiner Streitschrift dar, dass der angeblich unfehlbare Radiocarbontest, der dem Grabtuch eine Entstehungszeit im Mittelalter zuordnete durchaus kritisch hinterfragt werden muss. Einerseits gab es beträchtliche methodische Fehler bzw. Nachlässigkeiten, die begangen wurden, andererseits gibt es historisch verbürgte Quellen, die das Tuch Jahrhunderte vor seiner angeblichen Entstehungszeit erwähnen oder abbilden. Weiterhin werden aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert, die darauf hindeuten, dass das Tuch tatsächlich in der Gegend um Jerusalem entstanden ist. Auch die Tatsache, dass man immer noch nicht erklären kann, wie das Bild entstanden ist, wird ausführlich dargelegt. Die kurze Streitschrift kann diese Themen nur kurz erwähnen, weitere Ausführungen befinden sich in dem zweibändigen Buch von Werner Bulst und Heinrich Pfeiffer, die jedoch dummerweise nicht mehr erhältlich sind – ich muss mal sehen, ob man die antiquarisch bekommt…
Zweite Nachuntersuchung beendet
Nachdem ich bereits am Montag zur zweiten Nachuntersuchung beim Arzt war hab ich heute die Ergebnisse der Blutuntersuchung bekommen. Sowohl die Ultraschalluntersuchung am Montag als auch die Blutwerte waren ohne jeglichen Befund, sprich alles bestens. Lediglich eine leichte Anämie wurde festgestellt, aber nichts dramatisches. Der Arzt meinte auch, dass das noch nicht behandelt werden muss. Nun kann ich also getrost weitertraininen und in 59 Tagen steht dann auch schon der große Tag an. Diesen Sonntag kommt der erste Formtest in Buschhütten, mal sehen, wie man einen Kilometer Schwimmen ohne jegliches Training überlebt…
… und nochmal 80 Euro….
Nun liegt das Rennen Rund um den Henninger Turm hinter mir und ich bin wieder 80 Euro ärmer. Das Rennen war wieder einemal eine Zumutuing, ich frage mich, warum der Veranstalter nichts aus den vergangenen Jahren lernen kann. Nicht nur dass es anscheinend nicht möglich ist, die Strecke anständig zu sperren und zu verhindern dass keine parkenden Autos auf der Straße stehen, kam es bei Kilometer 60 wieder zu dem altbekannten Chaos, als die Fahrer der Kurzstrecke auf die Spitzengruppe der 100km Strecke trafen. Durch die Vermischung der Felder wurde es extrem unruhig und bei Kilometer 67 meinte mein Vorfahrer sich auf die Straße legen zu müssen. Bei 45km/h war dann auch nix mehr mit Ausweichen oder bremsen, ich also drüber und auch lang gemacht. Mir selbst ist dabei nicht so viel passiert, einige Abschürfungen an Hüfte, Rücken und Ellenbogen und der rechte Oberschenken nett geprellt – der wird sicherlich noch schön blau. Dafür war mein Hinterreifen hinüber – anscheinend ist das Rad seitlich über den Asphalt gerutscht und hat den Reifen durchgescheuert. Also durfte ich erst mal den Ersatz Reifen aufziehen – da es anscheinend auch keinen Materialwagen gab. Mein Flaschenhalter war auch gebrochen also zusammen ca. 80 Euro hinüber. Hellau. Ins Ziel bin ich dann nur noch gerollt, und war dann als ca. 300ter da. Dort kam dann der nächste Spaß, den sich der veranstalter ausgedacht hatte: nun kamen auch noch die Skater dazu. Zielsprint mit Skatern auf der strecke – geht es noch? Wie dem auch sei, mir war es einigermaßen egal, aber das war uch mein letzter Start in Frankfurt, habe es auch sehr bereut, das ich nicht in Oberursel gestartet bin, wo ich für eine Staffel hätte starten können 🙁


