Red Bull Hill Chasers

Mal etwas ganz anderes….

Am samstag fand in Gelnhausen das Red Bull Hill Chasers statt, ein Bergsprint auf die eventuell steilste Straße Deutschlands. Julia und ich wollten auch an diesem für unser aktuelles Training vollkommen unpassenden Event teilnehmen, so ging es in aller Früh wieder los. Gelnhausen ist ja quasi vor der Haustür, erst am Donnerstag war ich mit dem Rad dorthin gefahren, um mir die Strecke noch einmal anzusehen – ich wusste also,was mich erwartete. Vor Ort gab es dann noch eine Streckenbesichtigung, eine Testfahrt und dann ging es schon bald los: in 5er Gruppen starteten wir der Reihe nach, immer die zwei ersten einer Gruppe qualifizierten sich für den nächsten Lauf, das Halbfinale. Dieser erste Lauf wurde bei mir alles andere als einfach, wie man auf dem Bild sieht, duellierte ich mich mit zwei weiteren Fahrern noch auf dem Ziel-Steilstück, konnte dann aber als zweiter in die nächste Runde kommen.

Im Halbfinale zählte dann nur noch die gefahrene Zeit, d.h. aus allen 10 Läufen qualifizierten sich nur die 5 schnellsten insgesamt. Hier war dann für mich Schluss, zwar wurde ich wieder in meiner Gruppe zweiter, doch am Ende war socher der Sieger unserer Gruppe zu langsam, um sich zu qualifizieren. Aber gut, Spaß hatte ich und irgendwie war ich auch froh, nicht noch einmal diesen Berg hinauf fahren zu müssen.

Julia qualifizierte sich bei den Damen direkt für das Finale und konnte da dann knapp Platz 4 erreichen, womit sich auch sehr zufrieden war. Alles in allem also ein ganz lustiges Event, doch irgendwie waren wir beide froh, am Sonntag wieder lang fahren zu können 😉

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Gran Fondo in Luxemburg

Samstag durften Julia und ich endlich wieder beim Andy Schleck Gran Fondo in Luxemburg starten. Ich war da ja bereits zweimal am Start und die Strecke und das ganze Event macht einfach Spaß. Also in diesem Jahr auch endlich wieder.
Am Start überblickten wir kurz das Starterfeld und fassten kurzentschlossen den Plan, dass ich zusammen mit Stefan für Julia fahren würden. Der Plan war also, dass wir kurz auf Stefan warten würden, der eine Minute nach uns startete und dann gemeinsam Julia nach vorne fahren würden. Das klappte auch ganz gut, schon am ersten Anstieg fuhr Stefan auf uns auf und los ging die Fahrt. Vorne machte ich Tempo, Stefan sicherte Julia nach hinten ab. Relativ schnell konnten wir so auch zu der bis dahin führenden Frau auffahren, die ebenfalls einen Begleiter bei sich hatte, der für sie fuhr. Leider konnten wir sie auf den gesamten 140km nicht abschütteln, immer wieder versammelte sich hinter uns eine große Gruppe, in der sie sich auch verstecken konnte. Leider übertrieb ich es wohl etwas mit dem Tempo machen, am letzten Berg konnte Julia die Attacke ihrer Konkurrentin nicht mehr mitgehen und in der folgenden Abfahrt und den letzten beiden flachen Kilometer schafften wir es nicht mehr das Loch zuzufahren, so dass Julia ca. 5 Sekunden nach Ingrid als zweite über die Ziellinie rollte.

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Für mich war der Tag damit aber noch nicht vorbei, ich wollte mit dem Rad heim fahren – natürlich nicht an einem Tag, sondern einen ersten Teil noch am Samstag, den Rest dann am Sonntag. So tauschte ich Klamotten und Rad und nach der Siegerehrung ging es dann los in Richtung Heimat.

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Ich hatte mir nach ca. 70km einen Schlafplatz an einem Stausee ausgesucht, bis zu dem ich noch an dem Abend fahren wollte. Die Beine beschwerten sich natürlich nach dem Rennen und entsprechend zäh kam ich voran. Dazu kam, dass ich mir in einer Abfahrt den Vorderreifen beschädigte und er trotz Dichtmittel Luft verlor. Mit zweimal Nachpumpen und am Ende Schieben erreichte ich die Schutzhütte, in der ich übernachten wollte. Glücklicherweise war niemand hier, so dass ich ungestört mein Lager aufbauen konnte und noch schnell mein Abendessen verdrücken konnte.

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Nach eine recht gut geschlafenen Nacht, einem naja Frühstück und einem Kaffee ging es dann weiter.

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Zuerst musste ich allerdings einen Schlauch in den defekten Reifen einziehen, was natürlich eine ziemliche Sauerrei war, da natürlich noch reichlich Dichtmilch in dem Reifen war. Wenigstens war danach Ruhe und der Reifen hielt für den Rest der Tour (auch wenn ich doch etwas nervös war, da ich keinen weiteren Schlauch dabei hatte….). Die Strecke bot in den ersten ca. 50km reichlich Höhenmeter, so dass ich zunächst extrem langsam voran kam.

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Ab ca. 50km wurde die Strecke flacher und über Bad Sobernheim und Bad Kreuznach kam ich recht zügig voran, weiter nach Mainz, dort über den Rhein und am Flughafen vorbei zurück nach hause. Hier traf ich auch Julia an unser Eisdiele und es gab ein Eis zur Belohnung.

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In die alte Heimat und zurück

Zum Muttertag wollte ich dieses Wochenende mal wieder nach hause nach Neuss fahren. Nachdem ich mich am Freitag recht kurzfristig dazu entschlossen hatte, packte ich Samstag morgens schnell meine Sachen und nach dem Frühstück ging es los in Richtung Norden. Auf Komoot hatte ich mir eine Route geplant, die sich von meiner bisherigen unterschied – ich war ja in der Vergangenheit immer über die B8 gefahren, nun wollte ich mal sehen, was Komoot vorschlägt. So ging es ab Frankfurt an meinem Office vorbei nach Kronberg, gewissermaßen um den Feldberg herum und über viele kleine Wege nach Limburg. Das war schon mal ein neuer Weg und eine sehr schöne Abwechslung. Auch nach Limburg führte die Route über viele kleine Wirtschaftswege an Montabaur und Altenkirchen vorbei. Hierbei kam ich immer wieder auf kurze Streckenabschnitte, die ich schon kannte, doch der größte Teil der Stecke war komplett neu für mich. So ging es bis Hennef, hier musste ich dann bis Köln durch die zersiedelte Landschaft fahren – nicht unbedingt schön, aber da muss man durch. Köln wird aber sicherlich niemals meine Lieblingsstadt ?? Danach wie bekannt weiter nach Dormagen und nach Neuss. Natürlich fing es ca. 5km bevor ich zu hause war noch etwas an zu nieseln. Nicht schlimm, es reichte aber, um das Rad einzusauen, aber wenigsten war ich dann da und musste nicht noch stundenlang mit den nassen Klamotten fahren. Insgesamt war ich für die 217km knapp 8 Stunden unterwegs.

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Am nächsten Morgen ging es nach einem längeren Frühstück dann schon wieder zurück. Ich wollte nicht erneut durch Köln, Siegburg und Hennef fahren, so entschied ich mich für die flache Alternative am Rhein, also Erst nach Köln, weiter nach Bonn, dann Koblenz und Mainz und dann am Main nach Frankfurt. Nicht sonderlich spektakulär, dafür flacher und vor allem hatte ich die ersten 160km leichten Rückenwind – hat man auch nicht alle Tage. So flog ich förmlich bis nach Bingen (ok, etwas aufgehalten durch Köln, Bonn und Koblenz, wo ich jeweils durch die Stadt zuckeln musste). Ab Bingen wurde es dann etwas anstrengender, da der Rhein hier ja einen “Knick” macht und ich daher ab hier leichten Gegenwind hatte. Nicht dramatisch, aber ich flog auch nicht mehr. In Mainz nieselte es wieder etwas, aber nicht so sehr dass ich komplett durchnässt wurde – es reichte aber grad, um das Rad einzusauen. Hier ging es dann über den Rhein und auf bekannten Wegen bis nach Frankfurt, wo ich dann nach 264km und 9 Stunden ankam. Danach war ich aber auch bedient und froh, dass ich Montag wieder arbeiten darf
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Endlich wieder Straßenrennen!!!

Nach üer zwei Jahren Pause war es an diesem Wochenende endlich so weit: das erste Straßenrennen stand für Julia und mich an. Wieder machte die Tour de Energie in Göttingen den Auftakt einerseits zum German Cycling Cup aber eben auch den Anfang in Richtung Normalität. Ja, natürlich gab es noch die bekannten Einschränkungen, die Maske ist immer noch dabei, aber endlich konnte man wieder Rennen fahren, zumindest war das der Plan. Nachdem wir erst noch kurz in Mainz für Julia shoppen waren, kamen wir rechtzeitig an, um noch eine Runde auf der Strecke zu drehen. Nicht ganz die gesamte Runde, aber zwei der drei Anstiege, inkl. des Hohen Hagen. Der war eigentlich nicht so dramatisch zu fahren, zumindest, wenn man ihn in einem gesitteten Tempo in Angriff nimmt. In der kommenden Abfahrt erwischte es leider Julia: ihr hinterher Mantel war hin. Ein größteres stück der Lauffläche hatte sich gelöst, so konnte sie natürlich nicht weiter fahren. Sie entschied sich, das Rad zu schieben, während ich die letzten 10km so schnell ich konnte zu unserem Auto fuhr, um sie dann einzusammeln. Das war natürlich nicht die beste Vorbereitung auf das Rennen am nächsten Tag, aber was soll’s. Während Juli anschließend unsere Startunterlagen abholte, musst ich mich beeilen, um noch einen neuen Mantel und Schlauch für sie zu bekommen. In unserer Unterkunft konnte ich dann ihr Rad wieder fit machen, so dass einem Start nichts mehr im Wege stand. Die Unterkunft war auch wieder sehr kuschelig. beinahe schon dekadent geräumig für uns beide, vor allem da wir ja nur für die eine Nacht blieben.

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Am Sonntag fanden wir einen Parkplatz recht nah am Start und hatten dann noch mehr als genug Zeit, um uns für das Rennen fertig zu machen. Immerhin war das Wetter doch besser als angesagt: die Sonne schien und es wurde sogar recht warm, so dass ich sogar ohne Wester und Armlinge an den Start gehen konnte (und das war auch eine gute Entscheidung). Wärend ich in den ersten Startblock durfte, musste Julia in Block B starten. Nachdem die ersten ca. 1-2km neutralierst gefahren wurden, zogen die Teams an der Spitze direkt nach der Freigabe des Rennens das Tempo an und mit >45km/h schossen wir duch die Landschaft zum ersten Anstieg des Tages. Hier wurden die Jungs leider nicht wirklich langsamer 🙁 aber noch konnte ich mithalten und kam mit der ersten Gruppe über den ersten Hügel. Hier gab es irgendwann einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit und die Gruppte teilte sich einige Plätze vor mir und alleine konnte ich das Loch nicht mehr zufahren. Naja, damit war der Zug abgefahren, was aber nicht bedeutete, dass wir nun die Beine hängen ließen. Im Gegenteil versuchten wir so gut es ging das Tempo hoch zu halten und den Abstand zur Spitzengruppe nicht zu groß werden zu lassen. Für mich war das ein klasse Training, taktisch natürlich vollkommener Blödsinn, so viel im Wind zu fahren, aber das war es mir wert. Am hohen Hagen konnte ich dann sogar noch etwas mehr Druck machen und kam mit zwei weiteren Fahrern alleine an und zu dritt wollten wir die letzten 20km fahren. Hier kreiselten wir wieder sehr gut, wurden aber ca. 3km vor dem Ziel von dem Rest unserer Gruppe wieder eingeholt. Ich machte noch einmal auf den letzten 2km Tempo, hielt mich dann aber aus dem Sprint rtaus und rollte nur noch ins Ziel – ich muss es nun nicht auf einen Zielsprint um Platz 60 ankommen lassen. So wurde es dann Platz 67, womit ich vollkommen zufrieden war. Eine nachträgliche Auswertung ergab, dass meine Wattwerte sogar noch etwas besser waren, als bei meinem letzten Start, mein Training also in die richitge Richtung geht. Auch Julia kam super durch und als 15te ins Ziel.

Nun eine Woche ausruhen, bevor es kommenden Sonntag in Frankfurt weiter geht.

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Oster Bikepacking Tour

Nach unserem ersten Overnighter im März, wollten wir das verlängerte Osterwochenende für eine weitere längere Tour inkl. zwei Übernachtungen nutzen. Regen war keiner angesagt, somit stand dem Spaß nichts mehr im Wege. Ich hatte eine ca. 580km lange Tour geplant: erst nach Westen bin in den Steigerwald (in der Näche des Geiselwind Parks an der Autobahn), dann nach Norden in den Thüringer Wald wo wir bei Suhl übernachten wollten und dann durch die Rhön und Spessart wieder heim. Alles ganz einfach 😉

Wie gesagt, war das Wetter gut angesagt, es sollte sogar sonnig und warm werden, allerdings waren die Nächste immer noch recht kühl vorhergesagt, so dass wir uns bei dieser Tour nicht auf unsere dünnen Schlafsäcke verlassen wollten (dafür war uns die Nacht im März och zu gut in Erinnerung). Also packten wir noch zusätzlich jeweils einen weiteren dünnen Schlafsack ein, den wir über den Daunenschlafack ziehen wollten. Die durfte dann beide ich transportieren, da Julias Taschen bereits mit dem üblichen Geraffel voll waren. Auch Lebensmittel und Küchenausrüstung, Werkzeug und Powerbank landeten in meinen Taschen. Da ich das alles nicht in den drei “normalen” Ortlieb Taschen unter bekam, stopfte ich alles was noch mit musste in einen Ortlieb Packsack, den ich dann auf dem Gepäckträger fest zurrte. Damit war die Radwahl auch klar: es wurde der Stadtpanzer, da ich nur an diesem einen Gepäckträger habe.Nun ja, so hatte ich dann wenigstens ein robustes und gut erprobtes Bike. Voll bepackt wog es dann zwar so um die 30kg (gewogen habe ich es nicht, aber ich konnte es kaum noch anheben), aber im Laufe der Tour sollte es ja leichter werden, wenn wir das ganze Essen weg gefutert hatten.

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So ging es dann am Freitag nach einem ausgiebigen Frühstück los. Erst einmal in den Stadtwald und dort in Richtig Aschaffenburg, wo wir den Main das erste Mal überquerten.

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Vor dort aus wurde es dann welliger, nicht wirklich wild, aber flach auch nicht wirklich. Wir streifen gewissermaßen den Spessart, bevor wir in Gemünden mal wieder an den Main kamen (hier hatten wir bei unserer Tour vor zwei Jahren mal Halt gemacht und erkannten den Ort natürlich wieder). leider war er total überlaufen, so dass wir schnell weiter fuhren. Erst einmal ging es dann am Main weiter, dann wieder etwas in die Hügel (Berge will ich es nicht nennen) und zurück an den Main, durch Weinberge und schließlich in den Steigerwald.

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Hier hatte ich mir vorab einige Brunnen ausgesucht, an denen wir unsere Wasser Vorräte auffüllen wollten und der zweite der drei war dann auch aktiv (generell waren viele Dorfbrunnen noch nicht an, die Friedhöfe retteten uns aber immer wieder).

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Für unsere erste Übernachtung hatte ich uns die Trunkenhütte mitten im Wald heraus gesucht, ich war etwas nervös, ob diese auch leer war (bei dem tollen Wetter hätte es ja durchaus passieren können, dass da einige Gruppen feierten, doch als wir endlich nach knapp 190km dort ankamen, waren wir komplett alleine. Glück gehabt.

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Schnell baute ich den Kocher auf und mit etwas gesammeltem Holz konnte ich uns direkt einen warmen Tee machen, bevor ich auch das Abendessen “kochen” konnte. Kochen ist eventuell übertrieben bei Uncle Bens Fertigreis, aber der Hunger treibt es rein und schnell hatten wir die drei Packungen “eingeatmet”. Der Kocher machte auf jeden Fall einen tollen Job. Ich war ja zuerst etwas skeptisch, ob wir nicht doch lieber einen Gaskocher mitnehmen sollten, doch dann hatte ich mich für den Holzkocher entscheiden und der tat seinen Job. Mit nur einigen Stöckchen, die wir um die Hütte herum gesammelt hatten, konnte ich das Abendessen und den Tee kochen und etwas Wärme gab es noch obendrein. Ok, der Topf war dann komplett verrußt, mal sehen ob ich den wieder sauber bekomme. In der Hütte waren wir auch etwas geschützt, sie hatte nur einen Nachteil: genau in der Mitte des Innenraums war ein Tisch eingebaut, den wir nicht verschieben konnten. Wir konnten uns nur daneben quetschen, so dass wir mehr aufeinander als nebeneinander lagen, aber das war auch wirklich der einzige Nachteil. Müde wie wir waren, schafften wir es grad noch, unsere Schlafplätze herzurichten und gegen 21 Uhr war dann Schicht im Schacht und wir legten uns zum Schlafen hin.

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Nach einer einigermaßen erholsamen Nacht (zumindest für Julia) wachten wir beide gegen 6:30 auf und direkt konnte ich den Kocher anfeuern, um uns einen warmen Kaffee/Tee zu machen. Gleichzeitig gab es Müsli mit Milchpulver – schmeckt gar nicht so schlecht, wie es klingt und vor allem hat es reichlich Kalorien (wenn man wie wir an einem Tag ca. 7000kcal verbrennt, kann man glücklicherweise so ziemlich alles futtern). Schnell hatten wir unser ganzes Geraffel eingepackt und gegen 8 Uhr ging es los. Uns war klar, dass der Tag anstrengend werden würde, einmal erwartete uns der Thüringer Wald und ein strammer Nordost Wind würde uns die Tour zusätzlich erschweren.

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Nach ca. 50km hatten wir dann auch endlich Glück: an einem größeren Rewe gab es eine Bäckerei, in der Julia endlich ihren Frühstückskaffee bekam (und wir beide noch ein Stück Mohnkuchen). Frisch gestärkt führte uns die Strecke nach Norden wieder an den Main, wo wir ihn bei Zell am Main überquerten und im weiteren Verlauf sogar durch Hofheim in Unterfranken kamen, wo wir vor einigen Jahren den Mitteltriathlon mitgemacht hatten. Unseren Gasthof gab es auch noch. In Thüringen wurde es dann wie erwartet welliger, zusammen mit dem kontinuierlichen Gegenwind und auch der doch recht kühlen Temperaturen waren wir dann doch langsamer unterwegs als geplant und so entschieden wir uns, etwas abzukürzen und Ilmenau auszulassen.

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Dieses Zusatzstück hätte uns noch einmal zwei hohe Berge in den Weg gestellt und das wollten wir uns nicht mehr antun. Stattdessen bogen wir ab in Richtung Suhl und kamen dabei auch in Schleusingen vorbei, wo uns dieses Schloss überraschte.Steht da im gefühlten Nirgendwo und zeigte uns mal wieder, wie wenig Ahnung wir von der dortigen Geschichte haben.

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In Suhl gönnten wir uns dann noch einan Snack, füllten an einem Friedhof wieder unsere Wasserbeutel auf und dann durften wir noch einen letzten Berg hinauf fahren, auf dem unsere Hütte für die Nacht stand. Dass es hier mit 17% rauf ging, hatte ich wohl bei der Routenplanung übersehen.

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Dafür wurden wir mit einer schönen kleinen Schutzhütte belohnt, die wir auch wieder komplett für uns alleine hatten. Holz gab es auch wieder genügend, so dass einem warmen Abendessen nichts mehr im Wege stand.

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Dazu gab es natülich wieder warmen Tee ud auch etwas Nachtisch. Energie konnten wir beide gut gebrauchen. Diese Schutzhütte war auch wieder schlafunfreundlich eingerichtet, doch wenigstens war der Tisch breit genug, so dass wir unsere Matten darauf ausbreiten konnten.

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Diese Nacht sollte wieder kälter werden, so zogen wir uns alles an Klamotten an, die wir dabei hatten und krochen in unsere Doppelschlafsack Konstruktionen. Zusätzlich hatte ich noch ein Tarp über mein Beinende gelegt, um zu verhindern, dass der Schlafsack in der Nacht durch den Tau feucht wurde. Es wurde dann auch kalt, so kalt, dass wir immer wieder zitternd aufwachten, um uns zu wärmen. Erholsamer Schlaf sieht anders aus. Alles in allem konnte ich aber sogar besser schlafen, als in der Nacht zuvor.

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Gegen 6:30 wurden wir wieder von den Vögeln des Waldes geweckt und natürlich war es ar…kalt. In der Hütte waren wir ja zumindest etwas geschützt, der Reif auf der Wiese hinter unserer Hütte zeigte uns aber deutlich dass es dann doch unter Null geworden war. Brrr. Also schnell wieder Kocher an und warmen Tee/Kaffee gemacht und wieder gab es dazu das Müsli. Der Himmel war klar, so hofften wir, dass die Sonne schnell für Erwärmung sorgen würden. Dafür mussten wir aber erst aus dem Wald raus. Also das gleich Spiel wie am vorherigen Morgen: schnell umgezogen und alle Klamotten und Ausrüstung in die Taschen gepackt und gegen 8 Uhr ging es dann wieder los.

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Dummerweise mussten wir den Berg, den wir am Abend zuvor rauf gefahren waren direkt wieder runter, also mit kalten Beinen, ca. 5km Abfahrt. Entsrprechend fühlten wir uns wie Eisklötze, als wir in der Ebene ankamen. Nach ca. 50 km überquerten wir die alte innerdeutsche Grenze und in der Rhön wurde es dann wieder etwas welliger. Dafür verlief die Strecke über eininge schöne kleine Wege bis hinauf zum höchsten Gipfel des Tages. Nicht wirklich hoch mit 550 Metern, aber doch nett steil im Anstieg. Dafür wurden wir danach mit einer ca. 25km langen Abfahrt über einen fperfekten radweg belohnt, hier flogen wir gefühlt den Berg hinunter. Der Radweg führe uns an Bad Brückenau vorbei. Hier gönnten wir uns einen Kaffee und ein Eis als kleine Stärkung vor den letzten 100km.

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Ein letzter Hügel im Spessart, dann Bad Orb und auf bekannten Wegen zurück nach Frankfurt und heim. Hier kamen wir gegen 17 Uhr doch etwas geschafft aber zufrieden an. Das erste, was wir uns hier gönnten, war dann eine warme Dusche, bevor wir uns zu Kaffee und Kuchen auf die Couch lungerten und noch die schnellen Mädels und Jungs in Roubaix anschauten….

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Teamwochenende in der Pfalz

Nach beinahe zwei Jahren sieht es in 2022 nun endlich so aus, als könnten wir diese Saison wieder richtige Rennen fahren. Da steigt doch die Laune. Um uns dazu einzustimmen, wollten wir uns dieses Wochenende wieder mit dem Team treffen. In der Pfalz hatte Marco ein klasse Hotel für uns organisiert, das Wetter war bestens und gut gelaunt kamen wir alle im Laufe des Abends am Freitag dort an. Nach einem Abendessen und Einstimmung ging es dann auch bald in die federn, es stand ja eine etwas hügeligere Tour für den Samstag an. Hier hatte Marco eine lustige Runde gelant, die alles andere als flach war. So fuhren wir mit alle Manm und einer Frau los, zunächst gesittet, an den steileren Hügeln dann aber natürlich das üblihce Ausscheidungsfahren. So ging es auf einer schönen 100km Runde bei bestem Sonnenschein durch die Pfalz, bevor wir nach ca. 4,5 Stunden zurück im Hotel waren. nach einer Kaffee und Kuchen Stärkung und etwas Team und Saisonplanung ging es dann auf die benachtbarte Burg, woi wir noch eine tolle Burgführung bekamen. Der guide war klasse, neben der reinen Burgführnung konnte er uns auch noch den einen oder andern Mittelalterschwank erzählen. Und das alles ohne langweiliges dozieren. So kann Geschichte auch Spaß machen. Pünktlich zum Abendessen waren wir dann zurück und konnten weiter planen.

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Am Sonntag wollten wir dann noch eine lockere und flache Runde fahren, wieder mit dem ganze Team. Erneut furhen wir die knapp 70km zügig aber gesittet. Gegen 13 Uhr waren wir zurück und dann stand leider schon wieder die Heimfahrt an, aber schon in Göttingen gibt es das nächste Teamtreffen, wenn wir das erste Rennen zumindest mit einem kleineren Kreis unserer Fahrer bestreiten werden. Wir freuen uns drauf!

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Erster echter Overnighter

Dieses Wochenende war es nun endlich soweit: unsere erste Overnighter Tour stand an. Nachdem wir die Tour am letzten Wochenende abbrechen mussten, da Julias Schaltung aufgegeben hatte, wollten wir es nun erneut versuchen. Das Wetter war immer noch bestens, Julia hatte eine neue Schaltung und Bremsen bekommen, und so ging es am Samstag nach einem ausgiebigen Frühstück los.

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Die ersten Kilometer waren nun nicht die spannendsten: erst am Main entlang bis Wiesbaden, dann über den Rhein nach Mainz und von dort in die ersten Hügel bis nach Ingelheim. Bei herrlichem Sonnenschein und Rückenwind kamen wir sehr gut voran und waren bester Laune.

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Weiter ging die Strecke wieder nach Bingen, dann ca. 10km direkt am Rhein entlang, bevor es dann ernst wurde. Wie schon bekannt, stand dann der erste längere Anstieg auf eine Art Hochebene an. Nicht wirklich steil, aber mit den Taschen am Bike dann doch anstrengend.

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Über Rheinböllen und Simmern blieb es wellig, bevor uns eine längere Abfahrt an die Mosel führen sollte.

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Bis hierher hatten wir noch die fixe Idee, auf die Übernachtung zu verzichten und durch zu fahren. Die “Abfahrt” belehrte uns dann eines besseren. Hier führte der Weg durch ein eigentlich sehr schönes Tal. Ärgerlicherweise verfuhren wir uns erst und dann hatten die vergangenen Stürme hier reihenweise die Bäume umgelegt. So stolperten, kletterten und krochen wir über oder unter den Bäumen durch oder versuchten sie zu umgehen, was in dem extrem steilen Geländer auch nicht ganz unkritisch war.

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Nachdem wir endlich wieder normal fahren konnten, hatten wir für einen (?) Kilometer 1,5 Stunden gebraucht und waren doch arg platt. Damit war auch unser Plan durchzufahren hinfällig geworden und wir wollten nur noch bis zu unserem geplanten Lagerplatz kommen. Unterwegs wollte ich unsere Wasservorräte wie im letzten Jahr auf einem Friedhof für die Nacht auffüllen, doch hier hatte irgendein Scherzkeks das Wasser abgestellt. Na danke. Da es mittlerweile dunkel geworden war, fanden wir auch keine Gelegenheit mehr, an Wasser zu kommen, glücklicherweise half uns ein Anwohner in Bad Bertrich aus und das sogar mit warmen Wasser. Das war dann sogar besser als geplant.

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In diesem Jahr wollten wir nicht wieder in der zugigen Hütte übernachten wie im letzten Jahr, sondern wir kletterten zu den sogenannten Steinzeithöhlen direkt unterhalb der Hütte. Die hatten wir im letzten Jahr entdeckt, nachdem wir in der Hütte bibbernd geschlafen hatten. Hier waren wir nun aber etwas windgeschützter und hatten die Hoffnung, dass es nicht zu kalt werden würde. Während ich das Abendessen auf dem Gaskocher warm machte, packten wir unsere Klamotten aus und richteten unser Schlaflager ein. Zusätzlich konnten wir uns noch etwas ein einem kleinen Feuer in unserem Grumpy Stove wärmen. Das hatte sich wirklich gelohnt, dieses kleine Schätzchen mitzunehmen.

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Die Nacht wurde dann nämlich doch etwas kühler. Obwohl wir all unsere Klamotten angezogen hatten (Thermo Hose, Team Jacke, Daunenweste, 2 Buffs und Mütze) wachten wir immer wieder zitternd auf – erholsamer Schlaf ist anders. Irgendwann wurde es mir zu blöd und ich zog noch den Biwak Sack über den Schlafsack, so wurde es etwas wärmer (dafür war der Schlafsack am kommenden Morgen dann recht feucht, aber ok.). Gegen 6:30 war es dann genug und wir schälten uns aus den Schlafsäcken – mehr oder weniger erholt. Schnell ein Frühstück und ein Kaffee, während wir unsere Klamotten wieder zusammen packten. Dadurch, dass wir das Abendessen aufgefuttert hatten, hatte ich nun auch etwas mehr Platz in meinen Taschen.

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Nach einer kurzen Abfahrt wollten wir in Bad Bertrich wie im letzten Jahr bei einem Bäcker ein zweites Frühstück futtern, doch der hatte zu. Dann eben so weiter. Die Rückfahrt hatte ich etwas umgeplant: eigentlich wollten wir auf einer ca. 200km Strecke durch Bad Kreuznach bis nach Mainz fahren, doch aufgrund des Ostwindes verkürzten wir die Strecke so dass es nur noch 150km werden sollten und diese auch weniger hügelig. So kamen wir erneut nach Simmern, wo wir dann auch einen Bäcker fanden, wo wir dann einen Kaffee und Kuchen bekamen.

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Frisch gestärkt konnten wir dann auch noch die letzten Hügel überstehen (bei teilweise üblem Gegenwind) und dann nach Bingen runter an den Rhein fahren. Hier dann direkt am Ufer bis nach Main, also nicht wieder über die Hügel wie auf dem Hinweg. Leider war am Rheinufer doch recht viel los, das gute Wetter hatte scharenweise Spaziergänger angelockt, doch nach einem freundlichen Rufen, machten uns alle Platz. Da wir uns das Stück durch Wiesbaden nicht noch einmal geben wollten (sorry, die dortige Radweg Infrastruktur ist die absolute Katastrophe), fuhren wir über eine südlichere Rheinbrücke und dann am Südufer des Main bis Frankfurt. Hier kamen wir dann auch zeitig an, um in Ruhe alles auszupacken und den Rest des Tages zu chillen. Und ein Eis gab es zur Belohnung auch noch 😉

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Alles in allem hatten wir so eine wunderschöne Radtour (ok, die Nacht war recht kühl, aber das macht ein Abenteuer doch auch aus) und einen guten ersten Test für unsere gemeinsame Bikepacking Tour im Rahmen des FURTHR. Nun überlegen wir grad, ob wir über Osten nicht sogar einen Doppel Overnighter fahren wollen….

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Materialdefekt und Kuchen

Der Plan war eigentlich mit Julia zusammen eine Zweitagestour in die Pfalz zu fahren, also Samstag los nach Westen, dort übernachten und am Sonntag zurück. So fuhren wir auch wohl gesonnen recht früh los, zunächst nach Mainz, dann über einen kleinen Hügel nach Ingelheim, weiter am Rhein, bevor die Strecke nach Westen abbog und es hügeliger wurde. Das Wetter war wieder bestens: sonnnig ung es wirde sogar recht warm. Leider gab Julias rechter Schalthebel kurz vor Simmern auf und da doch noch einige Berge auf der Tour zu fahren gewesen wären, entschieden wir uns, die Tour abzubrechen und zurück zu fahren. Kann leider mal passieren, aber auch so wurde es eine klasse Tour, zumal wir zurück direkt am Rhein fahren konnten. Nach 190km waren wir dann wider daheim, immerhin hatten wir es so warm, denn eine Nacht im Biwak wäre doch etwas kühler geworden.

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Dafür wollten wir dann Sonntag nach Fulda, endlich wieder Kuchen essen. Die Tour war imme rnoch schön, auch nach 15 Jahren und der Kuchen ist immer noch der Hit.

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Der nächste 200ter

Am Samstan war nach den häufigen Regenfällen endlich wieder mal besseres Wetter angesagt. Zwar wurde es in der Nacht recht kalt, dennoch wollte ich meinen zweiten geplanten 200ter mit dem Crosser oim Odenfald fahren. Schnell hatte ich mir eine Runde in Komoot zusammen geklickt, dabei auch zwei Quellen mit eingeplant, so dass ich unterwegs nachtanken konnte. Es wurde dann auch wieder eine super schöne Runde durch den Odenwald mit vielen neuen Abschnitten, die ich noch nicht kannte – gibt dort schon einige schöne Ecken.

Sonntag war ich dann doch etwas platt und bin nur 100km durch den Stadtwald gerollt. Die ersten zwei Stunden waren recht zäh, danach hatten sich die beine erholt und es wurde auch noch eine tolle Runde. Alles in Allem also ezwei schöne Touren bei tollem Wetter, Trainingsziele für den Februar erreicht – was will man mehr.

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Windig im Taunus

Am Samstag wollte ich nach den Stürmen der letzten Tage wieder im Taunus eine Runde fahren. Ich hatte mir eine 150km Runde zusammen geklickt, doch ich hatte die Sturmschäden unterschätzt. Gefühlt lag alle 50 Meter ein Baum quer, so dass ich immer wieder absteigeund teilweise über die Bäume klettern musste. Das kostete natürlich Zeit, so dass ich dann die Tour etwas abkürze, so dass ich am Ende nur ich glaub 80km unterwegs war. Das war aber auch eine gute Entscheidung, denn kaum war ich zurück in Oberursel, verabschiedete sich mein Tacho: Akku leer – wieder mal alles perfekt geplant.

Am Sonntag wurde das Wetter dann doch besser als es eigentlich angesagt war, so dass Julia und ich noch eine Tour in den Odenwald zu einem potenziellen Biwakplatz fahren konnten und dabei sogar trocken blieben. Nun hoffe ich, dass sich das Wetter kommende Woche wieder etwas beruhigt…

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