Der Tria- wird zum Duathlon – Swissman 2016

Da war ich also wieder: kurz vor 3 Uhr morgens auf dem Parkplatz vor dem Freibad in Ascona. Ausnahmsweise hatten wir mal eine ruhige Nacht auf dem Campingplatz und wir waren früh da. Schon auf dem Weg zum Freibad allerdings sahen wir die Blitze in den Bergen. Sollten wir tatsächlich mal zu Beginn laufen müssen?

Davon unbenommen richtete ich die Wechselzone ein und wir schlappten rüber zum Bootsanleger. Nach wie vor zuckten immer wieder Blitze vom Himmel. Ich zog den Neo an, ging aufs Boot, und wartete mit den 237 weiteren Athleten auf die Abfahrt. Dann kam die erste Durchsage von Kathrin (Orga): es zöge ein Gewitter auf und wir würden 15-30 min mit der Abfahrt des Boots warten, um zu sehen, wie sich das Wetter entwickeln würde.

Im Süden wurde aus mehreren Blitzen schon fast einer. Und manchmal grummelte es auch. Nach weiteren 15 min Warten erfolgte dann Durchsage Nummer 2, dass es kein Schwimmen geben würde, da das Gewitter sich näherte und wir stattdessen zum Auftakt einen 4km Lauf machen würden. Start: 5:45.

Also, alle wieder runter vom Boot, Neo aus, die Radklamotten aus der Wechselzone eingesammelt (um sie vor dem Regen zu schützen) und zum Auto. Kaum waren wir da, fing es an zu regnen. Dabei blitzte und donnerte es weiterhin. Es war Punkt 5 Uhr – die geplante Startzeit. Gute Entscheidung.

Ich zog die Laufschuhe an (eine Vorhersehung hatte mich ein zweites Paar Laufschuhe einpacken lassen) und wir warteten auf den Start.

Gegen 5:20 verließen wir den Camper und machten uns wieder auf den Weg zum Freibad/Wechselzone. Dort die Radklamotten wieder abgestellt (es hatte fast aufgehört zu regnen) und ich ging mich warm laufen. Und dann hätte ich fast den Start verpasst, weil Alex noch auf Toilette war und noch ganz viele Athleten in der Wechselzone, dass Alex nur sagte: „die starten nie pünktlich“. Aber Schweizer sind ein pünktliches Völkchen. Es ging los mit einem Startschuss und die Masse rannte. Ich mitten drin. Versuche, die Pfützen zu umgehen/springen/laufen, unterließ ich – spätestens auf dem Rad würden die Füße nass werden, was soll ich da nun aufpassen?

Es standen wesentlich mehr Räder noch in der Wechselzone als nach dem Schwimmausstieg als ich nach 16 Minuten dort ankam. Alex half mir, Trikot, Weste und Schuhe anzuziehen und ab gings. Raus durch das noch schlafende Ascona. Dort sah ich dann auch die bis dahin führende Frau, die ich in Locarno downtown überholte und bis Bellinzona nicht mehr sah. Zum Glück war auch das Gewühl auf der Straße weniger als nach dem Schwimmen und so rollte ich Richtung Gotthard. Dann holte mich Lise ein und kurz danach eine stattliche 15-Mann starke Gruppe. Ich motzte über deren Gruppenausfahrt, aber meine Einwände wurden nicht ernst genommen. Fröhlich wurde weiter Gruppe gefahren. Lise und ich dahinter. Wir redeten kurz, dass wir beide nicht überholen könnten und so bummelten wir hinten rum und warteten, dass sich die Gruppe auflöste bzw. weit genug weg fuhr, damit wir wieder unser Tempo fahren konnten.

Kurz vor Biasca setzte ich dann eine Attacke, ließ Lise hinter mir und fuhr dann weiter zügig Richtung Airolo. An einer der Rampen auf dem Weg dahin war dann mal wieder Essenszeit. Da ich mich bis dahin von Gels ernährte, wurde es Zeit, für festere Nahrung aka Riegel. Ich hätte es bleiben lassen sollen. Kaum war er drin, rebellierte mein Magen und teilte mir unmissverständlich mit, dass er gerne eben jenen Riegel wieder los werden möchte. Ich hätte direkt über den Lenker brechen können. Also musste ich ein bisschen rausnehmen. Alex reichte mir dann bei einer der nächsten Verpflegungspausen eine Flasche Cola-Wasser, die auch zur Magenberuhigung beitrug.

Die Supporter von Lise waren immer noch sichtbar, dh sie konnte nicht allzu weit weg sein. Und in Airolo überholte sie mich dann wieder. Natürlich fing es dort auch wieder zu regnen an. Ach ja, die Tremola – so wie der Alex sie liebt, ich mag sie nicht. Sack, Nüsse, ihr kennt das schon. Egal, irgendwann war ich oben, Alex half mir, Regenhose und –jacke anzuziehen und schickte mich den Berg runter. Abfahren macht ja echt Spaß!

Am Kreisel in Realp dann die zweite Ausfahrt genommen und Richtung Furka gefahren. Es hatte zum Glück wieder zu regnen aufgehört. Im Ort stand Alex und ich drückte ihm die ausgezogene Regenjacke wieder in die Hand. Auf dem Weg zur Passhöhe kamen mir wieder die lustig „verkleideten“ Autos der Engländer, über die wir uns schon im vergangenen Jahr freuten“ entgegen (die machen dort scheinbar jedes Jahr eine Rallye). So rollt man dann den Berg hoch, zum Glück mit einem Magen, der wieder ok ist. Aber bloß keinen Riegel mehr essen müssen! Oben auf der Passhöhe ziehe ich die Weste zur Abfahrt drüber und werde mit einem blitzblauen Himmel mit Sonnenschein und schneebedeckten Bergen belohnt. Aber ich bin ja nicht wegen der schönen Aussicht hier. Also runter!

In Gletsch dann die Abzweigung zum Grimsel genommen und die letzten 5 km Steigung in Angriff genommen. Oben auf der Passhöhe ziehe ich die Regenhose aus, bekomme noch eine Gelflasche in die Hand gedrückt und stürze mich in die 30km lange Abfahrt. Die Durchfahrt der Tunnel ist nach wie eines derHighlights. Bloß nicht nervös ob der Geschwindigkeit werden und so rolle ich mit 90kmh+ da durch. Alex steht nicht wie sonst im Anstieg zur Aareschlucht, was aber auch nicht schlimm ist. Es geht Richtung Wechselzone – wie immer bei leichtem Gegenwind. Und an der Nordseite des Brienzer Sees sehe ich schon wieder Blitze. Gut, dass ich nicht mehr lange auf dem Edelmetall-Pony sitzen werde.

Ich rolle in die Wechselzone, Alex hilft mir beim Aus- und Anziehen, Abstand zur Führenden 6 min. Mal sehen…

Ich jogge den ersten Anstieg zu den Giesbachfällen rauf. Oben an der Verpflegungsstation trinke ich zwei Becher und dann geht das Gewitter los. Für die nächsten zwei Stunden geht die Welt mal mehr, mal weniger unter. Ich hoppel durch den Wald. Auch hier macht ein dem Pfützen ausweichen keinen Sinn. Dank der Löcher in den Schuhen, kann das Wasser aber auch wenigstens ablaufen. In Iseltwald wartet Alex mit dem Rad auf mich. Ich schlappe weiter, den mir so bekannten Weg. Alex reicht mir zu essen und zu trinken, wann immer nötig mein Essalarm klingelt. Ab Kilometer 25 fängt das linke Knie wieder mal an zu zicken, aber noch ignoriere ich es. Alex weist mich immer wieder auf das nächste „Opfer“ hin. Mann um Mann wird eingesammelt. Kurz nach dem Halbmarathon muss ich dann doch mal für einen Toilettenstop anhalten. Ansonsten hält der Magen.

Alex rollt wieder nach Grindelwald Grund vor, um unsere Rucksäcke checken zu lassen. Und die letzten 10km beginnen.

Der Weg ist immer noch genau so steil wie in den Jahren vorher. Aber wenigstens ist es trocken. Ich trippel-jogge weitestgehend, weil das weniger anstrengend ist als gehen. Meine Beine sind völlig im Eimer. Aber egal…Wir kommen nach Alpiglen. Dieses Mal machen wir keine kurze Pause, sondern laufen durch. Die letzten 4 Kilometer. Irgendwann auf diesem Abschnitte hören wir dann den Salutschuss, dass die erste Frau im Ziel ist. Dominik (Swissman-Mitstreiter aus 2014) kommt uns noch entgegen, der machte seinen letzten Bergtrainingslauf vor dem Socialman am kommenden Wochenende. Er geht ein paar Meter mit uns hoch, bis er dann wieder Richtung Tal läuft.

Wir kommen auf dem Plateau der Kleinen Scheidegg an und ich könnte heulen. Aber noch bin ich nicht im Ziel, noch die letzten 200m. Oben steht Beat und nimmt mich wie immer in Empfang. Von den Tränen ist in dem Moment nichts mehr da, nur Leere und Erschöpfung.

Martin hatte mir vegetarische Brühe versprochen, die er mir auch direkt im Pappbecher in die Hand drückt. Ich sammel mich auf der Bank sitzend.

Die Glückwünsche und Umarmungen gehen weiter, Alex holt die Tasche mit den Wechselklamotten und wir verschwinden im beheizten Zelt zum Umziehen. Zum Glück steht dort eine Kiste zum Draufsetzen!

Als wir wieder rauskommen, hat sich das Wetter mal wieder komplett geändert. Es nieselt und die Berge, die vorher noch von der Sonne angestrahlt wurden, sind durch den dicken Nebel unsichtbar geworden.

Wie geplant nehmen wir die Bahn runter nach Grindelwald um 19:25.

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Julia beim Swissman

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Ziel

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4 Pässe Tour

In diesem Jahr war das Wetter endlich so gut, dass ich meine geplante Tour über 3 Pässe fahren konnte. Ich wollte am Campingplatz in Faido starten, über die Tremola auf den Gotthard, weiter über Furka und Nufenen und zurück zum Campingplatz. Das Wetter war zunächst auch super, auf dem Gotthard empfing mich bestes Wetter, ich brauchte nicht einmal eine Jacke für die Abfahrt.

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Immer wieder bin ich von der Tremola begeistert. Ich meine die Straßenbauingenieure in der Schweiz sind ohgnehin Künstler, aber diese Straße ist der Hammer:

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Auf dem Furkapass fing es dann wieder mal an zu regnen, die Abfahrt wurde dann etwas kalt:

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Als ich dann in Gletsch ankam, machte ich dann noch einen Abstecher auf den Grimselpass, das ist von da ja nur noch ein Katzensprung:

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Der anschließende Nufenen wurde dann noch richtig zäh, der Anstieg von Ulrichen zog sich ewig und nach ca. 3800hm, war ich dann auch reichlich fertig, aber geschafft ist geschafft:

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Zurück ins Tal ging es dann mit Highspeed – die Abfahrt entschädigt für den langen Anstieg. Da war dann auch das Wetter wieder klasse….

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Weiter geht es mit der Duscherei

Wie erwartet, hatte das Wetter auch an diesem Wochenende kein Einsehen. Als ich am Freitag Abend mit dem Crosser durch den Wald fahren wollte, regnete es erst einnmal ergiebig. Glücklicherweise war nach 30 Minuten der Spuk vorbei und ich konnte einigermaßen ohne weiteren Regen meine Runde fahren. Nass wurde ich aber dafür umsomehr von unten. Und gleichzeitig zog ein weiterer Schauer über Frankfurt, doch da war ich glücklicherweise im Wald unterwegs:

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Samstag ging es dann weiter: 200km durch den Taunus bedeutete 4 malige Komplett-Duschen. Zum Abschluss gab es in Bad Vilbel auch noch einen lustigen Hagelschauer, bei dem sogar die Autos stehen blieben. Das sorgte noch einmal für eine lustige Massage, bzw. teilweise taten die Eisknubbel mal richtig weh…

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Dafür blieben wir am Sonntag trocken und ich konnte meinen geplanten 300er fahren.

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Es wird Regen geben

so wie heute:

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Und normalerweise ist die Aussicht diese:

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Einfach übel dieses Wetter…

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Anschwimmen!

Endlich war es so weit: das Stadionbad öffnete seine Pforten. Zum Anschwimmen waren die üblichen Verdächtigen natürlich auch da.

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Herrlich wars – aber auch verdammt kalt:

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Nach meiner zugegeben kurzen Einheit (weil mir sooo kalt war) brauchte ich eine Stunde im warmen Büro, um wieder warm zu werden.

Aber Alex schaffte mit seiner Überraschung gestern dann Abhilfe – damit ich in Zukunft auch länger schwimmen kann (wobei ich zugebe, dass ich Neo im Freibad affig finde):

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Was ein Wochenende

Der Wetterbericht sah ja alles andere als verlockend aus, beinahe für das ganze Wochenende war Regen angesagt. Umso überraschter war ich dann am Freitag, als es trocken blieb und ich meine Taunusrunde komplett ohne Regen fahren konnte. Sonntag war es noch schlechter angesagt und ich fuhr los mit Wäremcreme auf den Beinen und Armlingen. Schon bald wurde es so warm, dass ich die Armlinge nicht mehr braucht und die folgenden 8 Stunden ohne einen Tropfen durch den Taunus fuhr. Das Ergebnis war dann wieder ein schner Sonnenbrand auf Armen und Beinen.

Sonntag ging es dann weiter, wieder bei super Wetter. Da ich meiner Haut nicht schon wieder die Sonne zumuten wollte, direkt wieder mit hellen Armlingen. Das wurde zwar wieder arg warm, aber musste sein. Das Wetter war wieder der Knaller:

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Dummerweise brach dann am Abend als ich in Oberreifenberg ankam die Hölle los:

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Über dem Feldberg entluden sich mindestens zwei heftige Gewitter, mehrere Blitze schlugen direkt in den Feldbergturm ein, es hagelte und wollte nicht mehr aufhören zu regnen. Ärerlicherweise musste ich noch über den Feldberg heim. Als der Regen etwas schwächer wurde, ging es los: ganze Bäche strömten über die Straßen und spülten Äste, Steine und Erde auf die Straße. Teilweise fuhr man wie durch einen Bach. Weiter oben lag der Hagel teilweise noch auf den Straßen, so dass ich achten musste nicht von der Straße zu rutschen. Die Abfahrt wurde dann natürlich richtig kalt, und als ich auf Frankfurt blickte braute sich da schon das nächste Gewitter zusammen. Weil das alles noch nicht reichte, schnitt ich mir in Bad Vilbel noch den hinteren Reifen auf, so dass ich dann im Regen den Schlauch wechseln durfte. Vollkommen duchnässt und erfroren kam ich dann nach ca. 11 Stunden wieder heim, aber das Trainingsziel hatte ich erreicht: 200 am Freitag, 240 am Samstag und 260 am Freitag…

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Etwas besser als erwartet

Eigentlich war ja für heute mehr oder weniger Dauerregen angesagt und als ich dann im Taunus unterwegs war, sah es auch nicht wirklich nach Sonnenschein aus:

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Es wurde dann aber doch wider Erwarten schön, und gegen Ende meiner Crosser Tour kam sogar die Sonne durch. Und Flemish Tanlines gab es auch:

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Das konnte ja nicht gut gehen…..

Freitag abend wollte ich nachdem ich heim gekommen war noch schnell eine Runde durch den Stadtwald drehen – 3 Stunden sollten es werden, doch dann zogen immer mehr Wolken auf und ich bog auf die 2 Stunden Runde ab. Am Flughafen bot sich mir dann dieser Anblick:

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Dumerweise musste ich genau in diese Richtung und kurze Zeit später ging dann die Welt unter. Ich konnte mich zum Glück noch in einer Schutzhütte unterstellen und das Gröbste abwarten:

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Ungeschickter Weise stand die Schutzhütte auf einer Bodensenke, d.h. kurze Zeit später stand ich in einer knietiefen Pfütze:

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Irgendwann war es dann aber auch so gut wie vorbei und ich konnte über vollkommen überflutete Wege auf dem schnellsten Weg heim fahren.

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Wieder auf Sylt

Dieses Wochenende gab es mal keinen Sport, dafür viel Landschaft auf Sylt. Wir waren auch in der schon beinahe legendären Sansibar…… Naja, ganz nett……. Einmal reicht in diesem Leben…. Keine Ahnung, warum man darum so einen Hype machen muss…. Aber landschaftlich war es schon ganz schön:

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