Das darf doch nicht wahr sein!

Aus der Traum vom Hawaii Start dieses Jahr. Gestern war ich wegen eines leichten Ziehens im Unterleib doch beim Arzt und es kam wie es kommen musste: bei der Ultraschall Untersuchung wurde wieder etwas festgestellt, was da nicht hingehörte. Das ist so unglaublich, dass ich es immer noch nicht so recht glauben will. Auchmein Arzt meinte, dass es sich nicht um ein Ableger meines alten Tumors handelt, sondern um einen komplett neuen. Ich habe also quasi den doppelten Volltreffer gelandet, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man diese Seuche zweimal bekommt ist sowas von gering… Aber all die Wahrscheinlichkeiten helfen nichts, Donnerstag muss ich ins Krankenhaus zur Voruntersuchung, am Freitag werde ich erneut operiert und dann muss ich das Ergebnis der Histologie abwarten. Wenn ich Glück habe – ausnahmsweise mal – muss ich nur bestrahlt werden, andernfalls erneut Chemotherapie – diesmal PEI, aber daran will ich noch garnicht denken. Sorry, mir ist grad nicht nach mehr schreiben…..

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Noch fünf Tage bis Take Off

Das letze Trainingswochenende liegt nun auch hinter mir. Samstag waren wir nochmal ca. 100km recht locker fahren, Sonntag bin ich morgend mit der Julia beim Race for the Cure mitgelaufen. Für die 5,2 km haben wir 23:30 gebraucht, also auch recht human. Nachmittags hab ich mich dann nochmal aufs Rad geschwungen: 130km mit 2000hm sind dabei rausgekommen. Zum Abschluß der Tour bin ich noch 5 richtig schön harte Intervalle auf meiner Bergintervallstrecke am Lorsberg gefahren – entsprechend geschafft war ich dann auch zu hause. Nun war es das, nur noch tapern, ab und an mal etwas locker trainieren, aber vor allem muss ich so langsam mal anfangen meine Sachen zusammenzupacken und mein Rad will auchnoch geputzt und fertig gemacht werden – langweilig wird es also kaum….

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Ein Jahr vergangen

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht: vor genau einem Jahr lag ich um diese Zeit bei meinem Onkologen und bekam meinen ersten Chemotherapie Zyklus. http://www.nopogobiker.de/tumor/port.jpg Das alles erscheint nun schon lange zurück zu liegen, doch es ist tatsächlich so, wie man immer wieder lesen kann: diese Krankheit und auch die Behandlung hinterlässt Spuren, die man nicht so schnell überwindet. Noch immer denke ich bei jedem Zwicken, dass es etwas größeres sein könnte, eine Angst, die eigentlich unbegründet ist. Mein Arzt sagte aber, dass das ganz normal sei und sich erst im Laufe der Zeit wieder gibt. Ich will es hoffen, denn so scharf bin ich auf eine weitere Iteration der Geschichte nicht – einmal reicht vollkommen.

Nächste Woche geht es entlich nach Hawaii – so langsam werde ich dann doch nervös….

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Buchkritik: Dietrich Schwanitz: Bildung – alles was man wissen muss

Nachdem ich bereits seit einiger Zeit um dieses Buch herumgetiegert bin, habe ich es nun doch auch gelesen. Die Tatsache, dass es nun schon einige Zeit auf einer der vorderen Bestsellerlistenposition war, war mit ein Grund dafür. Ich hatte ein ähnliches Buch wie das von Bill Bryson erwartet, allerdings mit einem etwas anderen Focus.
Leider ist das Buch meiner Meinung nach eine herbe Enttäuschung und zwar in vielerlei Hinsicht. Nachdem der Titel recht großspurig daher kommt (“Alles was man wissen muss”) beschränkt sich der Inhalt lediglich auf die geschichtliche und kulturelle Entwicklung Europas. Sicherlich stellt diese eine wichtige Grundlage unserer Existenz dar und das Wissen darüber ist durchaus relevant, doch kommen meiner Meinung nach viele andere Dinge viel zu kurz. Neben der Entwicklungen andere Kulturen (Asien, Afrika und Amerika) wird vor allem die Entwicklung der Naturwissenschaften vollkommen verschwiegen, bzw. sogar falsch dargestellt. Diese hatte jedoch meiner Meinung nach einen ebenso großen Einfluss auf die Entwicklung unserer Kultur wie die Kunst, die Musik und die Literatur. Neben diesen Auslassung ist es aber vor allem der Stil des Autors, der bereits nach wenigen Seiten gehörig nervt. Dietrich Schwanitz versucht übertrieben locker zu schreiben, das wirkt häufig nur noch lächerlich. Einem Sachbuch ist das meiner Meinung nach nicht angemessen. Hinzu kommt eine nicht zu verbergende Arroganz des Autors gegenüber Themen, die ihn anscheinend nicht interessieren, bzw. wo er sich nicht auskennt. Insbesondere in dem Kapitel, in dem er sich darüber auslässt, worüber man in einer gebildeten Gesellschaft reden darf und worüber nicht, glaubt er vorschreiben zu können, welche Themen Bildung andeuten und welche nicht. Auch hier wird wieder deutlich, dass der Autor eine extrem konservative und beinahe schon reaktionäre Einstellung vertritt, gepaart mit einer enormen Arroganz, sprich nahezu alle Themen des aktuellen Zeitgeschehens und moderner Errungenschaften sind seiner Ansicht nach verboten: Kino, Fernsehen, Sport. Wenn das so ist, bin ich doch lieber weiterhin ungebildet…

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Letzter Liga Start

Dieses Wochenende stand der letzte Start für unsere Regionalliga Mannschaft an. Wieder einmal bedeutete dies für uns eine ewig weite Anfahrt. Der Wettkampf fand in Remagen in der Nähe von Bonn statt, also knapp 200km entfernt. Julia und ich waren daher bereits am Freitag nach Neuss gefahren und hatten das Wochenende bei meinen Eltern verbracht, so dass wir Sonntag nicht so früh aufstehen mussten.
Der Wettkampf selbst war recht nett: geschwommen wurde im Rhein, was zu phänomenalen Schwimmzeiten führte, Die Radstrecke verlief wellig durch die Hügel der Umgebung und die Laufstrecke ging größtenteils am Rheinufer entlang. Alle kamen wir sehr gut durch, so dass wir den Klassenerhalt sicherten und somit auch im kommenden Jahr in der Regionalliga starten werden. Immerhin etwas.
Für Julia und mich war der sportliche Teil des Tages damit jedoch noch nicht vorbei, denn sie wollte noch in Frankfurt beim Lauf für mehr Zeit mitlaufen. Gesagt getan, setzten wir uns also recht bald ins Auto und fuhren nach Frankfurt. Unterwegs telefonierte ich nahezu alle meine Bekannten durch, bis wir jemanden gefunden hatten, der uns anmelden konnte. So bekamen wir auch noch unsere Startnummern und standen um 16:30 Uhr am Start. Gemeinsam liefen wir die 5km recht entspannt. Es gab ja weder Zeitmessung, noch sonst einen Ansporn, hier schnell zu laufen. Der Spaß stand an erster Stelle.
Abends waren wir dann beide recht fertig, haben uns dann aber dennoch noch Das Bourne Ultimatum angeschaut, der recht nett war.

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Buchkritik: Sergej Lukianenko: Wächter der Nacht

Nachdem ich den Film schon recht gut fand, der relativ kontrovers diskutiert wurde, entdeckte ich nun auch das dazugehörige Buch im Buchladen. Bisher dachte ich, das erst das erste auf Deutsch verfügbar sei, doch mittlerweile gibt es wohl die ganze Geschichte in vier Büchern. Dies hier ist das erste. Die weiteren sind: Wächter des Tages, Wächter des Zwielichts und Wächter der Ewigkeit. Der Film deckt allerdings nicht das gesamte erste Buch ab, vielmehr nur das erste Drittel.

Damit wäre ich auch schon bei dem Buch. Wie gesagt, grob in drei Teile unterteilt, die eigenständige Geschichten enthalten, die sich jedoch zu einem großen Ganzen zusammen fügen. Natürlich werden in dem Buch viele Aspekte genauer beschrieben, die in dem Film eigentlich zu kurz kamen. Hier wird nun einiges klarer. Ein großer Unterschied zum Film die der Hauptcharakter Anton. Im Film war er dermaßen runtergekommen, dass man sich kaum mit ihm identifizieren konnte, das ist im Buch anders. Es ist jedoch nicht so, dass der Film das gesamte Buch abdeckt, vielmehr behandelt er nur den ersten Teil, d.h. die erste der drei Geschichten. Über den Inhalt will ich daher garnicht so viel verraten, der zweite Film kommt ja die tage ins Kino. Ich für meinen Teil war begeistert von dem Buch und werde nun wohl auch die anderen lesen, abe rzuerst kommt mal wieder ein Sachbuch.

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Zeitfahren in Altenkirchen

Der nächste Formtest stand verganenen Samstag an. In Altenkirchen fand mal wieder das alljähliche Einzelzeitfahren statt, an dem ich in den vergangenen vier Jahren bereits teilgenommen hatte.

Recht kurzentschlossen fuhren Julia und ich nach Obererbach, meldeten uns 5 Minuten vor Anmeldeschluss nach und fuhren wenigstens eine Runde der Strecke ab. Auch unseren Start verpassten wir um ein Haar, Julia hatte ganze 15 sekunden, um auf die Rampe zu klettern und loszufahren. Mein Rennen begann mit einem Schreck: direkt am Start rutschte ich aus dem linken Pedal, konnte jedoch einen Sturz vermeiden. Zum Glück hielt die Pedalplate danach, dennoch werde ich sie wohl mal austauschen müssen. Der Rest des Rennens lief sehr gut, auch wenn ich mal wieder merkte, dass ich mich dieses Jahr einfach nicht so hoch belasten kann. Ich kann ein hohes Tempo über 5 stunden fahren, aber nicht ein noch höhere über 45 Minuten. Naja, am Ende wurde ich Gesamtzweiter hinter dem deutschen Cross Country Meister, Julia gewann sogar ihre Altersklasse.

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Nächste Nachsorgeuntersuchung vorbei

Sie stand mal wieder an: die nächste Nachsorgeuntersuchung. Mittlerweile habe ich mich ja schon fast daran gewöhnt: zum Arzt, Ultraschall und Blutabnahme, 3-4 Tage warten und Ergebnisse abholen, bzw. besprechen. Langer Rede kurzer Sinn: es wurde bei mir nichts gefunden, worüber ich natürlich wahnsinnig glücklich war. Nun kann ich ohne Hintergedanken anständig für Hawaii trainieren und muss nicht befürchten, dass mir aus dieser Ecke etwas dazwischen kommt.

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Buchkritik: Simon Singh: Geheime Botschaften

Dies war nun schon mein zweites Buch über Kryptographie innerhalb kurzer Zeit. Diese Buch und das von Rudolf Kippenhahn ergänzen sich sehr gut. Wo das eine Schwächen hat, trumpft das andere auf und umgekehrt. Ich persönlich fand das Buch von Singh besser zu lesen, auch wenn einige moderne Verfahren etwas zu kurz kommen – dies kann jedoch auch daran liegen, dass die Erstausgaben von 1999 ist und AES erst 2000 vorgestellt wurde. Schade aber ok. Ich fand es ungeheuer interessant, zu erfahren, wie sich der “Kampf” zwischen Kryptologen und Kryptographen eigentlich durch die gesamte Menscheitsgeschichte zog und diese immer wieder maßgeblich beeinflusste. Faszinierend ist auch das Kapitel über die Entzifferung alter Schriften durch die Archäologen. Es wird deutlich, warum dies häufig noch schwerer ist, als das Brechen eines modernen Codes. Mit einem Ausblick auf die Zukunft in Form der Quantenkryptographie schließt das Buch. Für denjenigen, der sich selbst an ungeklärten Rätseln versuchen will, hält das Buch ebenfalls einige Anregungen bereit.

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Buchkritik: Bill Bryson: Eine kurze Geschichte von fast allem

Faszinierendes Buch. Das fasst es ganz gut zusammen.
Woher kommen wir? Wie sind wir entstanden? Wie funktionier das Universum? Dies sind nur einige der Fragen, denen der Autor Bill Bryson in seinem Bestseller nachgeht. Mit viel Witz aber auch einer Menge Sachkenntnis versucht er dem Leser die Faszination zu vermitteln, die immer noch Heerscharen von Wissenschaftlern antreibt. Seien es Kosmologen, die nach den kosmischen Zusammenhängen forschen, Geologen, die die Entstehung unserer Erde untersuchen oder Biologen, die sich mit der Entstehung unserer und eigentlich aller Spezies beschäftigen. In allen diesen Bereichen wird klar, dass wir zwar eine ungeheure Menge an Wissen erreicht haben, aber immer noch so viel im Dunkeln liegt, so dass sich die Frage stellt, ob dies je besser wird. Neben den reinen Fakten erzählt Bryson eine nicht endende Anzahl von Anekdoten aus den vergangen Jahrhunderten der wissenschaftlichen Entwicklung, woran deutlich wird, das auch Wissenschaftler nur Menschen sind, mit allen Schwächen und Fehlern. Die knapp 600 Seiten vergehen wie im Flug und ich denke, danach hat man einiges neues erfahren und ist erst einmal baff.

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