Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Heute gibt es mal wieder ein nicht-Sporteintrag. Stattdessen nach langer Zeit eine Buchempfehlung.
Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Nun, worum geht es? Der Autor beschreibt – wie der Buchtitel schon andeutet – die Geschichte der Menschheit von den Ursprüngen bis in die Gegenwart, bzw. Sogar auch bis in die weitere Zukunft. Hier beginnt er mit der sogenannten kognitiven Revolution, die er als Startschuß für den kometenhaften Aufsteieg der Spezies Mensch sieht. Schnell wird deutlich, dass die Menschheit sehr bald begann, den Planeten nach ihren Vorstellungen umzugestelten, zunächst als Jäger und Sammler, später immer stärker als sesshafte Kulturen, die immer stärker den Ackerbau betrieben. Er zeigt, dass der Ackerbau nicht wirklich zu einer Verbesserung der Lebensumstände der Menschen führte – im Gegenteil: oft bedeutete Ackerbau für die Menschen eine einseitigere Ernährung sowie unnatürliche Arbeits- und Lebensbedingungen. Dennoch setzte sich dieser Lebensstil in großem Maße durch und war auch die wichtigste Grundlage auf der sich alle späteren Hochkulturen und Imperien entwickeln konnten.
Weitere Fragen, bzw. Punkte, die der Autor anspricht sind Gedanken zu der Frage, warum und wie sich Imperien entwickeln und wie sie wieder vergehen, wie und warum hat sich die Menschheit so entwickelt, wie wir sie heute kennen, was zeichnet Religionen aus, warum entwicklen sie sich und welchen Einfluß hatten sie auf die Entwicklung der Menschheit, wie und auf welcher Basis haben sich die aktuellen Wirtschafts- und Sozialsysteme entwickelt. Auf diese Weise zeichnet er die Entwicklung der Menscheit bis in die Gegenwart nach um dann schließlich Überlegungen anzustellen, wie es mit der Entwicklung der Menschheit weiter gehen kann und wohin wir uns entwickeln – dazu hat der Autor allerdings noch ein weiteres Buch geschrieben, das ich im Moment lese. Sobald ich damit fertig bin, kann ich dazu auch etwas schreiben.
Schaut man sich die Rezensionen auf Amazon an, gibt es natürlich auch Leser, die das Buch verteufel. Sicherlich sind nicht alle Herleitungen und Erklärungen des Autors unkritisch und einige seiner Ansichen auch zumindest fragwürdig. Legt man aber nicht jedes seiner Worte und jeden Gedankengang auf die Goldwaage, wird man gut unterhalten und erhält interessante Sichtweisen auf die bisherige Entwicklung der Menscheit. Also auf jeden Fall eine ganz klare Lesempfehlung.

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