Fritten, Bier und Cyclocross

Es gibt ja wenig Schöneres im Crosssport, als im Mutterland des Cross Rennen zu fahren. Auch, wenn ich schon längst wieder am lange Einheiten fahren bin und das crossspezifizische in den vergangenen Wochen vernachlässigte, sollte es noch einmal ein Doppelwochenende in Belgien geben.

Da ich mir die Kurse vorher auch nicht auf Youtube anschaute, wusste ich an beiden Tagen nicht, was mich erwarten würde.

Am Freitag fuhren wir gemeinsam mit AnDiana gen Westen. Samstag morgen Abfahrt nach Lille. Für mich ein richtig guter Kurs – viel flach, immer wieder mit Sand, abschnittsweise Waldboden. Diana und ich fühlten uns fast ein bisschen wie Rockstars, als uns im Fahrerlager so viele Menschen wie noch nie beim Einfahren zuschauten. Ich meine, ich finde Rolle fahren ja schon sterbenslangweilig – wie viel sterbenslangweiliger muss es sein, jemandem beim Rolle fahren zuzuschauen? Natürlich wurden wir für den Start ganz hinten einsortiert und los gings. Dummerweise gab es schon nach 150m den ersten Sturz, um den wir aber elegant drumrum fuhren. Und dann ging der Spaß auf dem Kurs los. Am Start regnete es schon, aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. Als Diana und ich hintereinander in den Waldabschnitt einbogen, gab es plötzlich einen lauten Knall – bei Diana war der Reifen geplatzt. Auf Runde 4 hörte ich dann beim Streckensprecher, dass die Spitze nicht mehr allzu weit hinter mir sein dürfte. Also nochmal Gas geben, um nicht schon auf der Strecke überrundet zu werden – was mir auch knapp gelang. Dann fuhren wir uns noch schnell aus und schauten noch den schnellen Jungs zu.

Nächster Morgen: same procedure, different race. Hoogstraten stand auf dem Plan. Ich wäre vor Lachen fast umgefallen, als wir auf zur Streckenbesichtigung fuhren – knöcheltiefer Matsch über den Beginn des Kurses. Das würde mit viel Lauferei enden. Und wo es keinen Matsch gab, Kurven auf Gras. Also das Gegenteil zum Kurs am Vortag. Egal, ich bin ja nicht zum Gewinnen hier. Ähnlich wie am Vortag waren wir in der Startaufstellung ganz hinten. Das Rennen war, wie ich es mir schon dachte, nicht einfach für mich. Diese Kurven auf Gras…Dafür kam Mathieu van der Poel mit den Bedingungen besser als seine Konkurrenz klar – und gewann das zweite Rennen an diesem Wochenende!

Next stop: Tortour in der Schweiz!

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