{"id":4458,"date":"2019-07-16T20:16:03","date_gmt":"2019-07-16T18:16:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/?p=4458"},"modified":"2019-07-16T20:23:24","modified_gmt":"2019-07-16T18:23:24","slug":"24-stunden-am-feldberg-von-aufgeweichten-fen-und-lidstrichen-24-stunden-am-feldberg-von-aufgeweichten-fen-und-lidstrichen-24-stunden-am-feldberg-von-a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/24-stunden-am-feldberg-von-aufgeweichten-fen-und-lidstrichen-24-stunden-am-feldberg-von-aufgeweichten-fen-und-lidstrichen-24-stunden-am-feldberg-von-a\/","title":{"rendered":"24 Stunden am Feldberg: von aufgeweichten F\u00c3\u00bc\u00c3\u0178en und Lidstrichen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif\">Nachdem Kati und ich in 20<\/span><strong style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif\">18<\/strong> <span style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif\">18 mal oben auf dem Feldberg waren, schlug ihr Sohn Amon vor, dass wir 20<\/span><strong style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif\">19<\/strong> <span style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif\">dann mal 19 Mal fahren sollten. Wir dachten kurz \u00c3\u00bcber potenzielle Verbesserungen in unserem Ablauf nach und nahmen die Herausforderung an \ud83d\ude09<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Los ging es wie immer am Samstag Morgen mit der ersten Auffahrt um 10.00 Uhr. Naja, wir starteten 2 Minuten versp\u00c3\u00a4tet aber dann ging es in einer Riesengruppe los. Das Wetter wollte sich auch nicht so richtig festlegen, wie es werden sollte und wechselte auch st\u00c3\u00bcndlich seine Meinung hierzu. Auffahrt Nummer 1 rollte gem\u00c3\u00bctlich den Berg hoch, runter, Runde um den Kreisel und wieder hoch. Die Pausen nach jeder der Abfahrten hatten wir als Hauptzeitfresser vorher identifiziert und beschlossen, nur nach jedem 2. Mal beim Versorgungszelt vorbei zu fahren. Also, wieder rauf. Zwischendurch tropfte es, Stimmung war gut und so rollten wir den H\u00c3\u00bcgel hoch. Runter und dann schon mal das erste St\u00c3\u00bcck Kuchen bei der Versorgung eingesammelt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Auf der 3. Auffahrt tropfte es dann auch mal wieder, aber richtig nass wurden wir dann erst bei Auffahrt Nr. 4 und danach stand das Wasser in den Schuhen. Es regnete als wir oben am Berg ankamen und grandioserweise standen Julia und Holger oben und reichten uns hei\u00c3\u0178en Tee (die beiden waren vorher den Berg hochgelaufen und hatten dort Holgers Auto), was uns innerlich w\u00c3\u00a4rmte und die gefrorene Seele streichelte. Dennoch stellte sich die Frage, ob es sich lohnte, sich da schon umzuziehen? Nicht wirklich, der Regen h\u00c3\u00b6rte auf, es trocknete ab und wir auch. Also, weiter. Die Auffahrten gingen mit wechselnder Begleitung so vor\u00c3\u00bcber und nach der 8. gab es dann Abendessen in Form von Nudeln. Ein Paar trockene Socken, was aber nur bedingt half, weil die sofort wieder durchweichten. Und Arm- und Knielinge sowie Licht, damit wir dann bei der einbrechenden Nacht vorbereitet waren. So ging es Richtung Nacht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Nach wie vor waren wir voll im Zeitplan, was uns positiv stimmte. Es ging weiter, eine Auffahrt nach der anderen. Kati und ich fuhren kontrolliert, die Beine waren nach wie vor ok und die letzte Aussage war, dass das Wetter ab da dann auch trocken bleiben sollte (!).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Nach Einbruch der Dunkelheit \u00c3\u00bcbernahmen es unsere Edelsupporter Alex H und Ariane, mit dem Auto als Begleitung, hinter uns herfahrend, uns nach hinten abzusichern. Ein phantastischer Service, jedes Jahr wieder. Man stelle sich halt vor, mitten in der Nacht im ersten bzw maximal zweiten Gang im Auto hinter nem Haufen Radfahrern herzufahren\u00e2\u20ac\u00a6 Bei der 13. Auffahrt (kurz vor 1) waren wir zusammen mit Sebastian, Felix und Alex auf dem Weg und es fing schon vor der Applauskurve an zu tr\u00c3\u00b6pfeln. Dann auch mal mehr\u00e2\u20ac\u00a6und wieder weniger. Und dabei sahen wir den Mond und ein paar Sterne! Wo kam denn der Regen her? Vor dem Sandplacken verwandelte sich das mehr oder weniger tr\u00c3\u00b6pfeln in einen Guss, so dass wir uns in eines der Buswarteh\u00c3\u00a4uschen auf dem Sandplacken fl\u00c3\u00bcchteten, bevor wir g\u00c3\u00a4nzlich nass wurden. Da hockten wir also wie die H\u00c3\u00bchner auf der Stange im H\u00c3\u00a4uschen, es schiffte ohne Ende und als Alex auf den Regenradar schaute, um zu sehen, wie sich das nun weiter entwickeln w\u00c3\u00bcrde, sagte er tats\u00c3\u00a4chlich: \u00e2\u20ac\u017elaut Regenradar regnet es hier nicht\u00e2\u20ac\u0153. Ja nee, ist klar \ud83d\ude09 also gut, nach 10 Minuten lie\u00c3\u0178 der Regen nach und wir entschieden uns, weiterzufahren, denn was bliebe einem anderes \u00c3\u00bcbrig? Oben auf dem Gipfel sahen wir wieder einmal nicht den beleuchteten Turm und rollten hinunter.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Hier noch ein kleiner Einwurf. Auf den letzten Metern zum Gipfel ist die Stra\u00c3\u0178e f\u00c3\u00bcr 3-4 Meter nicht asphaltiert, sondern mit gro\u00c3\u0178en Steinen gepflastert (vermutlich zur Verkehrsentschleunigung). Das erzeugt ein leichtes Paris-Roubaix-Gef\u00c3\u00bchl bei den ersten 3 Auf\/Abfahrten, aber beim sp\u00c3\u00a4testens 10. Mal runter, stellt man sich die Frage, warum es dieses Pflaster dort gibt. Denn es tut wirklich weh in der kompletten Muskulatur, wenn der K\u00c3\u00b6rper da jede Stunde wieder zweimal durchger\u00c3\u00bcttelt wird. Aber vermutlich hat die Stadt Oberursel nie daran gedacht, dass jemand so h\u00c3\u00a4ufig dar\u00c3\u00bcber rollen w\u00c3\u00bcrde\u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">W\u00c3\u00a4hrend einer so langen Tour kommt man nat\u00c3\u00bcrlich auch zu den seltsamsten Themen im Gespr\u00c3\u00a4ch. So kamen wir darauf, dass wenn ich im \u00c3\u00bcbern\u00c3\u00a4chsten als Spielerfrau wiedergeboren werde, mich um die Vermarkung des richtigen Lidstrichs k\u00c3\u00bcmmern m\u00c3\u00b6chte, Kati als Katze wiedergeboren werden m\u00c3\u00b6chte und an die Aussage meines Schwimmschleifers erinnerte, dass langes Rad fahren eine einseitige K\u00c3\u00b6rperhaltung provoziert (nein, wirklich??? Das ist ja gediegen). Die Frage, ob wir uns nach der Tour auf der Blackroll ausrollen w\u00c3\u00bcrden, konnten wir allerdings nicht abschlie\u00c3\u0178end kl\u00c3\u00a4ren, weil wir nicht absch\u00c3\u00a4tzen wollten, ob das ggf nicht doch zu schmerzhaft w\u00c3\u00a4re. Daf\u00c3\u00bcr waren wir uns sehr einig, dass Duschen und trockene Kleidung ein unglaubliches Privileg sind.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Gegen 3 Uhr nachts gab es dann die bestellten 3-Uhr Nudeln, die zwar aussahen wie die Panzer von Babyschildkr\u00c3\u00b6ten (und genauso gro\u00c3\u0178 waren), aber um die Uhrzeit ist einem das auch schon irgendwie egal. Auf dem Parkplatz brannte die Feuerschale (gro\u00c3\u0178artige W\u00c3\u00a4rmequelle!), wir zogen uns nach dem letzten Guss komplett trocken an (bis auf die Schuhe, die ab da in M\u00c3\u00bcllt\u00c3\u00bcten immerhin trocken gehalten wurden, was aber der Abtrocknung der F\u00c3\u00bc\u00c3\u0178e nicht wirklich weiter half), tranken und a\u00c3\u0178en und waren auch sehr froh, dann einfach mal nicht auf dem Rad zu sitzen (Stichwort: einseitige Sitzposition). Kurz nach 4 ging es wieder los \u00e2\u20ac\u201c Ariane wieder hinter uns und wir fuhren schon in die Morgend\u00c3\u00a4mmerung. So schnell kann die Nacht vergehen\u00e2\u20ac\u00a6 Oben angekommen war es wie immer \u00e2\u20ac\u017eein bisschen magisch\u00e2\u20ac\u0153 bei der aufgehenden Sonne und wir sausten wieder einmal den Berg runter. Unten am Kreisel gedreht und wir freuten uns, dass nun das Ende auch schon absehbar war. Also, Nummer 16 in Angriff genommen. Allm\u00c3\u00a4hlich waren wir allerdings nicht nur m\u00c3\u00bcde, sondern die Beine auch. Was uns nicht wirklich \u00c3\u00bcberraschte und da wir weiterhin voll im Plan waren, stresste es uns auch nicht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Der Feldberg ist ja insofern fies, weil es bis zum Sandplacken mit 6-7 Steigungsprozenten sehr gut rollt. Erst ab da bis zum Gipfel auf den letzten 3 km wird es steiler und damit auch anstrengender (und weniger angenehm) zu fahren. Aber der Stoppomat steht halt nicht am Sandplacken sondern auf dem Feldberg. Und der Gipfel ist ja auch nicht am Sandplacken. Und die Aktion hei\u00c3\u0178t ja \u00e2\u20ac\u017eauf den Feldberg\u00e2\u20ac\u0153 und nicht \u00e2\u20ac\u017eauf den Sandplacken\u00e2\u20ac\u0153. Also ist jede weitere Diskussion an dieser Stelle zu beenden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Nach Nummer 16 machten wir noch einen kurzen Stop bei unseren Versorgern, um dann Nummer 17 noch vor dem Fr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bcck zu vollenden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Das gute war, dass es nach dem Guss in der Nacht trocken blieb und wir mit jeder Tour ein bisschen weniger nach der Abfahrt nass waren. Dann gegen halb 8 (so ungef\u00c3\u00a4hr, Zeit wurde nicht mehr in Stunden und Minuten gemessen sondern in Auffahrten), hockten wir uns zu den frisch mitgebrachten Br\u00c3\u00b6tchen von Julia, tranken Kaffee, zogen uns mal wieder um\/an\/aus und freuten uns, dass wir nach der kommenden Auffahrt so weit w\u00c3\u00a4ren, wie im vergangenen Jahr. Also, ein vorletztes Mal rauf mit Kristin und Julia, die f\u00c3\u00bcr uns die Pace machten und wir nur noch hinten mitfahren mussten. Kurz nach halb 10 waren wir p\u00c3\u00bcnktlich f\u00c3\u00bcr die letzte Auffahrt unten, alle anderen machten sich fertig, wir kletterten mehr als mit frischem Schwung auf die R\u00c3\u00a4der und in der Gruppe rollten wir ein letztes Mal den Berg rauf. Kati und ich schnauften fr\u00c3\u00b6hlich und schoben es auf die H\u00c3\u00b6henluft. Schlie\u00c3\u0178lich waren wir zu dem Zeitpunkt auf mehr als 11.000 H\u00c3\u00b6henmetern unterwegs! Innerlich grinsend aber uns auch schon sehr auf das Ende freuend. Endlich, das letzte Mal der Gipfel (ich finde es beim Schreiben ein wenig bizarr, von \u00e2\u20ac\u017eGipfel\u00e2\u20ac\u0153 zu schreiben, weil es dann irgendwie ja doch nur der Feldberg ist, aber der Duden definiert \u00e2\u20ac\u017eGipfel\u00e2\u20ac\u0153 als \u00e2\u20ac\u017eh\u00c3\u00b6chste Spitze eines [steil emporragenden, hohen] Berges\u00e2\u20ac\u0153, was in dem Fall dann ja auch irgendwie passt. Au\u00c3\u0178erdem gibt es dort auch ein Gipfelkreuz und das st\u00c3\u00bcnde ja nicht dort, wenn es keinen Gipfel g\u00c3\u00a4be, oder?)!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Wir umarmen uns alle und es gibt das obligatorische Gipfelfinisherbild. Sch\u00c3\u00b6n wars mal wieder!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Wir rollen ein letztes Mal den Berg runter aber halt! Es fehlen uns ein paar Meter, um die 444km vollzumachen. Also rollen Kati und ich noch einmal kurz bis zur Klinik rauf \u00e2\u20ac\u201c soviel Zeit muss sein. Und dann rollen wir Richtung Bett!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Ich danke allen den-Berg-runter-Vorfahrern, Mitfahrern, Aufpassern, Spendern in Form von Wohnmobilen, Kuchen, sonstigem Essen, Essens- und Kaffeekochern von Herzen! Ohne euch w\u00c3\u00a4ren wir nur ein paar schr\u00c3\u00a4ge Menschen, die 24 Stunden lang einen Berg hochfahren!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"FONT-SIZE: 11pt; FONT-FAMILY: Calibri, sans-serif; MARGIN: 0cm 0cm 0pt\">Und es kann weiterhin gespendet werden: <a title=\"hier\" href=\"https:\/\/www.kinderkrebs-frankfurt.de\/index.php\/spenden\/anlass-spende?cfd=vk6pi&amp;cft=nujthmmqfdknq9t7m2ug0sj386si4ser5d2cad088a1cb#cff\">https:\/\/www.kinderkrebs-frankfurt.de\/index.php\/spenden\/anlass-spende?cfd=vk6pi&amp;cft=nujthmmqfdknq9t7m2ug0sj386si4ser5d2cad088a1cb#cff<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem Kati und ich in 2018 18 mal oben auf dem Feldberg waren, schlug ihr Sohn Amon vor, dass wir 2019 dann mal 19 Mal fahren sollten. 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