{"id":3961,"date":"2018-04-12T21:28:18","date_gmt":"2018-04-12T19:28:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/?p=3961"},"modified":"2018-04-12T21:28:18","modified_gmt":"2018-04-12T19:28:18","slug":"paris-roubaix-die-langfassung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/paris-roubaix-die-langfassung\/","title":{"rendered":"Paris Roubaix &#8211; die Langfassung"},"content":{"rendered":"<p>In diesem Jahr war es nun soweit: Julia und ich wollten die die Queen of the Classics &#8211; die Paris Roubaix Challenge fahren: 172km, davon 54km \u00c3\u00bcber die legend\u00c3\u00a4ren Pavees. Mittlerweile regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig veranstaltet die ASO hier am Tag vor dem Eliterennen eine RTF \u00c3\u00bcber eine etwas verk\u00c3\u00bcrzte Strecke, die aber alle Pavees enth\u00c3\u00a4lt &#8211; also Ger\u00c3\u00bcttel satt.<br \/>\nDa wir unsere Rennr\u00c3\u00a4der nicht zu sehr schinden wollten, entschieden wir uns f\u00c3\u00bcr die Crosser, auf die ich 28mm Schwalbe Durano Reifen aufzog. Die rollten noch ganz gut, bei gleichzeitig annehmbarer Pannensicherheit. Zus\u00c3\u00a4tzlich hatte ich Julia und mir eine zweite Lage Lenkerband spendiert &#8211; damit musste es dann aushaltbar sein &#8211; das war zumindest der Plan.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 0888\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_0888.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><br \/>\nNachdem wir Freitag am fr\u00c3\u00bchen Nachmittag angekommen waren und unsere Startnummern abgeholt hatten, wollten wir uns zumindest die letzten drei Pavees anschauen, hier war immerhin ein 5 Sterne St\u00c3\u00bcck mit dabei &#8211; wir wollten doch wissen, was auf uns zukommen w\u00c3\u00bcrde: Camphin-en-Pevele, Carrefour de l&#8217;Arbre und Gruson wollten wir uns anschauen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 20180406 162123\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_20180406_162123.jpg\" width=\"640\" height=\"853\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 20180406 162005\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_20180406_162005.jpg\" width=\"640\" height=\"853\" \/><\/p>\n<p>Gl\u00c3\u00bccklicherweise hatte das Wetter ein Einsehen und es war sonnig, die Steine waren trocken und es gab kaum noch matschige Stellen. Dazu noch etwas S\u00c3\u00bcdwind, also eigentlich perfekte Bedingungen.<br \/>\nNach ca. 5km Einrollen auf der Stra\u00c3\u0178e ging es dann los: Abzweigung von der wunderbar glatten Stra\u00c3\u0178e rein in das erste Kopfsteinpflaster St\u00c3\u00bcck. Heiliges Blech, dachten wir uns nur, dieses Pflaster \u00c3\u00bcbertrifft alles, was wir aus Deutschland kannten. Zwar liegen hier Steine, die irgendwann sicherlich auch mal gut verlegt wurden, doch mittlerweile sind die Wege komplett erodiert: Steine stehen nach oben mehrere Zentimeter raus, die Fugen sind weit breiter als ein Radreifen, oft fehlt auch mal ein Stein oder gleich mehrere und gelegentlich haben sich die Steine auch so gedreht, dass sie mit einer Kante nach oben zeigen &#8211; herrliche Reifenkiller. Der Trick ist ja angeblich schnell \u00c3\u00bcber die Pavees zu b\u00c3\u00bcgeln, das Problem ist nur, dass es so gar nicht rollen will, sprich ruck zuck sinkt der Tacho auf 20km\/h oder weniger und dann wird es ganz \u00c3\u00bcbel. Immerhin kamen wir durch die ersten beiden Pavees gut durch, ich verlor nur meine Flasche und mein Garmin hatte meinen Arm aufgescheuert &#8211; super, schon nach 5 von 54km war ich ein Wrack, das konnte ja was werden.<br \/>\nZur\u00c3\u00bcck zum Auto ging es dann recht schnell und auch das Hotel fanden wir fix. Abends gab es dann noch Burger und Fritten &#8211; wieder einmal die optimale Wettkampfvorbereitung. Aber hier stand ja kein Wettkampf an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 0893\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_0893.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><br \/>\nAm Samstag klingelte der Wecker dann um 3:00 Uhr: Fr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bccken, Rad einladen und nochmal zum offiziellen Fr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bcck im Hotel, bevor wir dann zum Shuttle Bus fuhren, der uns nach Busigny bringen sollte. Hier dauerte es erst mal eine gef\u00c3\u00bchlte Ewigkeit, bis alle R\u00c3\u00a4der verladen waren und alle Fahrer ihre Busse gefunden hatten. So kam es, dass wir erst gegen 8:30 losfahren konnten. Zun\u00c3\u00a4chst ging es hier knapp 10km \u00c3\u00bcber sch\u00c3\u00b6ne Stra\u00c3\u0178en, bevor das erste Pavee St\u00c3\u00bcck kam. Es geht dann gleich mit 2,2km mit 3 Sternen los. Also schon mal gutes Gerumpel. Und nat\u00c3\u00bcrlich standen gleich \u00c3\u00bcberall am Rand die Fahrer, die ihre Reifen wechseln mussten. Julia und ich kamen gut durch, doch schon am n\u00c3\u00a4chsten Pavee war es soweit: anscheinend \u00c3\u00bcbersah ich eine allzu b\u00c3\u00b6se Kante und platt war mein Hinterreifen. Der Reifenwechsel ging gann recht fix, allerdings bekam ich nicht wirklich genug Lufr in den Reifen, so dass ich mir einige Kilometer weiter eine Pumpe von einem Betreuer ausborgen musste. Mit frischer Luft ging es weiter, doch schon bald hatte Julia einen platen Vorderreifen. Also das ganze Spiel nochmal: Reifen gewechselt, vorsichtig weiter gefahren und dann bei einem Betreuer wieder eine Standpumpe geschnorrt. Wir machten uns nun schon Sorgen, dass das nun so mit den Platten weiter gehen w\u00c3\u00bcrde, doch anscheinend hatten wir gl\u00c3\u00bcck und hatten keinen weiteren Reifendefekt mehr.<br \/>\nWir kamen auch recht z\u00c3\u00bcgig voran, vor allem auf den Asphalt St\u00c3\u00bccken konnten wir immer wieder gut Tempo machen, die Pavees gingen wir lieber etwas defensiver an &#8211; wir wollten ja nichts riskieren. Zwischenzeitlich meldete sich mein rechter Bremshebel, der verlor nach einem R\u00c3\u00bcttelst\u00c3\u00bcck \u00c3\u2013l und ich bef\u00c3\u00bcrchtete schon, dass die Bremse ausfallen w\u00c3\u00bcrde, aber anscheinend war das nur ein kurzfristiger Defekt &#8211; wieder zu hause muss ich dann auf jeden Fall mal kontrollieren, woher das \u00c3\u2013l kam.<br \/>\nDie Pavees sind mal besser mal schlechter zu fahren, der H\u00c3\u00b6hepunkt war dann nat\u00c3\u00bcrlich wie erwartet der Wald von Ahrensberg. Dieses Pavee kann man wirklich nicht mehr als KopfsteinPFLASTER bezeichnen. Da liegen halt einige Steine auf dem Weg und gef\u00c3\u00bchlt jeden zweiten haben sie wieder weg genommen. Dazu sind die Steine feuscht und glitschig, hektische Lenkbewegungen sollte man daher unterlassen. Auf hier kamen wir jedoch gut durch, wobei ich am Ende des Pavees meine Finger wirklich garnicht mehr sp\u00c3\u00bcrte. Zum Gluck kam danach eine l\u00c3\u00a4ngere Asphalt Passage, so dass wir uns wieder erholen konnten. Eine Knaller sollte ja noch kommen: kurz vor dem Ende kam noch ein 4 Stener Pavee und direkt danach noch einer mit 5 Sternen. So versuchten wir uns etws zu schonen, verpflegten uns an den Futterstationen noch einmal mit Waffeln und Iso &#8211; es war mittlerweile richitg sch\u00c3\u00b6n warm geworden und dann ging es in die letzten Pavees. Die kannten wir schon, wir wussten also, was uns erwarten w\u00c3\u00bcrde. Es rumpelte wie erwartet, aber auch hier kamen Julia und ich bestens durch. Ok, viel K\u00c3\u00b6rperspannung hatten wir nicht mehr, daf\u00c3\u00bcr waren wir zu geschafft. Immer wieder versuchten wir daher auf den Randstreifen auszuweichen &#8211; alles war besser als \u00c3\u00bcber diese Steine zu fahren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 20180407 151321\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_20180407_151321.jpg\" width=\"640\" height=\"480\" \/><br \/>\nDanach hatten wir es beinahe geschafft, noch ein letztes relativ harmloses St\u00c3\u00bcck und dann ging es in den Stadtverkehr in Roubaix. Das war dann leider ein recht unw\u00c3\u00bcrdiger Abschluss dieses genialen Events: es ging mitten durch den Feierabendverkehr, mit Stau, vielen Roten Ampeln und noch mehr wartenden Autos. Immerhin sind die Autofahrer hier extreme r\u00c3\u00bccksichtsvoll &#8211; immer warteten sie und lie\u00c3\u0178en uns den Vortritt &#8211; kennt man ja leider aus Deutschland etwas anders.<br \/>\nDann endlich: das Velodrom vor uns. Noch zwei Kurven und wir konnten auf die legend\u00c3\u00a4re Bahn einbiegen &#8211; noch eine halbe Ehrenrunde und wir beide hatten es \u00c3\u00bcberstanden. 6:30 hatten wir gebraucht, das war so ziemlich auch mein Ziel gewesen, insofern passte das ganz gut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 0900\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_0900.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 0901\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_0901.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG 0902\" src=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/img_0902.jpg\" width=\"640\" height=\"426\" \/><br \/>\nWas blieb: Finger tun weh, Oberarme tun weh, Achillessehne links tut weh, aber sonst ging es uns recht gut, besser als erwartet.<br \/>\nFazit: Geschafft, Spa\u00c3\u0178 hat es gemacht, aber nochmal muss dann auch nicht sein \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Jahr war es nun soweit: Julia und ich wollten die die Queen of the Classics &#8211; die Paris Roubaix Challenge fahren: 172km, davon 54km \u00c3\u00bcber die legend\u00c3\u00a4ren Pavees. Mittlerweile regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig veranstaltet die ASO hier am Tag vor dem &hellip; <a href=\"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/paris-roubaix-die-langfassung\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3961"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3961"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3962,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3961\/revisions\/3962"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}