{"id":3208,"date":"2016-06-30T21:02:21","date_gmt":"2016-06-30T19:02:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/?p=3208"},"modified":"2016-06-30T21:02:21","modified_gmt":"2016-06-30T19:02:21","slug":"der-tria-wird-zum-duathlon-swissman-2016","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.nopogobiker.de\/blog\/der-tria-wird-zum-duathlon-swissman-2016\/","title":{"rendered":"Der Tria- wird zum Duathlon &#8211; Swissman 2016"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Calibri, sans-serif;font-size: 15px\">Da war ich also wieder: kurz vor 3 Uhr morgens auf dem Parkplatz vor dem Freibad in Ascona. Ausnahmsweise hatten wir mal eine ruhige Nacht auf dem Campingplatz und wir waren fr&#252;h da. Schon auf dem Weg zum Freibad allerdings sahen wir die Blitze in den Bergen. Sollten wir tats&#228;chlich mal zu Beginn laufen m&#252;ssen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Davon unbenommen richtete ich die Wechselzone ein und wir schlappten r&#252;ber zum Bootsanleger. Nach wie vor zuckten immer wieder Blitze vom Himmel. Ich zog den Neo an, ging aufs Boot, und wartete mit den 237 weiteren Athleten auf die Abfahrt. Dann kam die erste Durchsage von Kathrin (Orga): es z&#246;ge ein Gewitter auf und wir w&#252;rden 15-30 min mit der Abfahrt des Boots warten, um zu sehen, wie sich das Wetter entwickeln w&#252;rde.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Im S&#252;den wurde aus mehreren Blitzen schon fast einer. Und manchmal grummelte es auch. Nach weiteren 15 min Warten erfolgte dann Durchsage Nummer 2, dass es kein Schwimmen geben w&#252;rde, da das Gewitter sich n&#228;herte und wir stattdessen zum Auftakt einen 4km Lauf machen w&#252;rden. Start: 5:45.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Also, alle wieder runter vom Boot, Neo aus, die Radklamotten aus der Wechselzone eingesammelt (um sie vor dem Regen zu sch&#252;tzen) und zum Auto. Kaum waren wir da, fing es an zu regnen. Dabei blitzte und donnerte es weiterhin. Es war Punkt 5 Uhr &#8211; die geplante Startzeit. Gute Entscheidung.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Ich zog die Laufschuhe an (eine Vorhersehung hatte mich ein zweites Paar Laufschuhe einpacken lassen) und wir warteten auf den Start.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Gegen 5:20 verlie&#223;en wir den Camper und machten uns wieder auf den Weg zum Freibad\/Wechselzone. Dort die Radklamotten wieder abgestellt (es hatte fast aufgeh&#246;rt zu regnen) und ich ging mich warm laufen. Und dann h&#228;tte ich fast den Start verpasst, weil Alex noch auf Toilette war und noch ganz viele Athleten in der Wechselzone, dass Alex nur sagte: &#8222;die starten nie p&#252;nktlich&#8220;. Aber Schweizer sind ein p&#252;nktliches V&#246;lkchen. Es ging los mit einem Startschuss und die Masse rannte. Ich mitten drin. Versuche, die Pf&#252;tzen zu umgehen\/springen\/laufen, unterlie&#223; ich &#8211; sp&#228;testens auf dem Rad w&#252;rden die F&#252;&#223;e nass werden, was soll ich da nun aufpassen?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Es standen wesentlich mehr R&#228;der noch in der Wechselzone als nach dem Schwimmausstieg als ich nach 16 Minuten dort ankam. Alex half mir, Trikot, Weste und Schuhe anzuziehen und ab gings. Raus durch das noch schlafende Ascona. Dort sah ich dann auch die bis dahin f&#252;hrende Frau, die ich in Locarno downtown &#252;berholte und bis Bellinzona nicht mehr sah. Zum Gl&#252;ck war auch das Gew&#252;hl auf der Stra&#223;e weniger als nach dem Schwimmen und so rollte ich Richtung Gotthard. Dann holte mich Lise ein und kurz danach eine stattliche 15-Mann starke Gruppe. Ich motzte &#252;ber deren Gruppenausfahrt, aber meine Einw&#228;nde wurden nicht ernst genommen. Fr&#246;hlich wurde weiter Gruppe gefahren. Lise und ich dahinter. Wir redeten kurz, dass wir beide nicht &#252;berholen k&#246;nnten und so bummelten wir hinten rum und warteten, dass sich die Gruppe aufl&#246;ste bzw. weit genug weg fuhr, damit wir wieder unser Tempo fahren konnten.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Kurz vor Biasca setzte ich dann eine Attacke, lie&#223; Lise hinter mir und fuhr dann weiter z&#252;gig Richtung Airolo. An einer der Rampen auf dem Weg dahin war dann mal wieder Essenszeit. Da ich mich bis dahin von Gels ern&#228;hrte, wurde es Zeit, f&#252;r festere Nahrung aka Riegel. Ich h&#228;tte es bleiben lassen sollen. Kaum war er drin, rebellierte mein Magen und teilte mir unmissverst&#228;ndlich mit, dass er gerne eben jenen Riegel wieder los werden m&#246;chte. Ich h&#228;tte direkt &#252;ber den Lenker brechen k&#246;nnen. Also musste ich ein bisschen rausnehmen. Alex reichte mir dann bei einer der n&#228;chsten Verpflegungspausen eine Flasche Cola-Wasser, die auch zur Magenberuhigung beitrug.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Die Supporter von Lise waren immer noch sichtbar, dh sie konnte nicht allzu weit weg sein. Und in Airolo &#252;berholte sie mich dann wieder. Nat&#252;rlich fing es dort auch wieder zu regnen an. Ach ja, die Tremola &#8211; so wie der Alex sie liebt, ich mag sie nicht. Sack, N&#252;sse, ihr kennt das schon. Egal, irgendwann war ich oben, Alex half mir, Regenhose und &#8211;jacke anzuziehen und schickte mich den Berg runter. Abfahren macht ja echt Spa&#223;!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Am Kreisel in Realp dann die zweite Ausfahrt genommen und Richtung Furka gefahren. Es hatte zum Gl&#252;ck wieder zu regnen aufgeh&#246;rt. Im Ort stand Alex und ich dr&#252;ckte ihm die ausgezogene Regenjacke wieder in die Hand. Auf dem Weg zur Passh&#246;he kamen mir wieder die lustig &#8222;verkleideten&#8220; Autos der Engl&#228;nder, &#252;ber die wir uns schon im vergangenen Jahr freuten&#8220; entgegen (die machen dort scheinbar jedes Jahr eine Rallye). So rollt man dann den Berg hoch, zum Gl&#252;ck mit einem Magen, der wieder ok ist. Aber blo&#223; keinen Riegel mehr essen m&#252;ssen! Oben auf der Passh&#246;he ziehe ich die Weste zur Abfahrt dr&#252;ber und werde mit einem blitzblauen Himmel mit Sonnenschein und schneebedeckten Bergen belohnt. Aber ich bin ja nicht wegen der sch&#246;nen Aussicht hier. Also runter!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">In Gletsch dann die Abzweigung zum Grimsel genommen und die letzten 5 km Steigung in Angriff genommen. Oben auf der Passh&#246;he ziehe ich die Regenhose aus, bekomme noch eine Gelflasche in die Hand gedr&#252;ckt und st&#252;rze mich in die 30km lange Abfahrt. Die Durchfahrt der Tunnel ist nach wie eines derHighlights. Blo&#223; nicht nerv&#246;s ob der Geschwindigkeit werden und so rolle ich mit 90kmh+ da durch. Alex steht nicht wie sonst im Anstieg zur Aareschlucht, was aber auch nicht schlimm ist. Es geht Richtung Wechselzone &#8211; wie immer bei leichtem Gegenwind. Und an der Nordseite des Brienzer Sees sehe ich schon wieder Blitze. Gut, dass ich nicht mehr lange auf dem Edelmetall-Pony sitzen werde.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Ich rolle in die Wechselzone, Alex hilft mir beim Aus- und Anziehen, Abstand zur F&#252;hrenden 6 min. Mal sehen&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Ich jogge den ersten Anstieg zu den Giesbachf&#228;llen rauf. Oben an der Verpflegungsstation trinke ich zwei Becher und dann geht das Gewitter los. F&#252;r die n&#228;chsten zwei Stunden geht die Welt mal mehr, mal weniger unter. Ich hoppel durch den Wald. Auch hier macht ein dem Pf&#252;tzen ausweichen keinen Sinn. Dank der L&#246;cher in den Schuhen, kann das Wasser aber auch wenigstens ablaufen. In Iseltwald wartet Alex mit dem Rad auf mich. Ich schlappe weiter, den mir so bekannten Weg. Alex reicht mir zu essen und zu trinken, wann immer n&#246;tig mein Essalarm klingelt. Ab Kilometer 25 f&#228;ngt das linke Knie wieder mal an zu zicken, aber noch ignoriere ich es. Alex weist mich immer wieder auf das n&#228;chste &#8222;Opfer&#8220; hin. Mann um Mann wird eingesammelt. Kurz nach dem Halbmarathon muss ich dann doch mal f&#252;r einen Toilettenstop anhalten. Ansonsten h&#228;lt der Magen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Alex rollt wieder nach Grindelwald Grund vor, um unsere Rucks&#228;cke checken zu lassen. Und die letzten 10km beginnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Der Weg ist immer noch genau so steil wie in den Jahren vorher. Aber wenigstens ist es trocken. Ich trippel-jogge weitestgehend, weil das weniger anstrengend ist als gehen. Meine Beine sind v&#246;llig im Eimer. Aber egal&#8230;Wir kommen nach Alpiglen. Dieses Mal machen wir keine kurze Pause, sondern laufen durch. Die letzten 4 Kilometer. Irgendwann auf diesem Abschnitte h&#246;ren wir dann den Salutschuss, dass die erste Frau im Ziel ist. Dominik (Swissman-Mitstreiter aus 2014) kommt uns noch entgegen, der machte seinen letzten Bergtrainingslauf vor dem Socialman am kommenden Wochenende. Er geht ein paar Meter mit uns hoch, bis er dann wieder Richtung Tal l&#228;uft.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Wir kommen auf dem Plateau der Kleinen Scheidegg an und ich k&#246;nnte heulen. Aber noch bin ich nicht im Ziel, noch die letzten 200m. Oben steht Beat und nimmt mich wie immer in Empfang. Von den Tr&#228;nen ist in dem Moment nichts mehr da, nur Leere und Ersch&#246;pfung.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Martin hatte mir vegetarische Br&#252;he versprochen, die er mir auch direkt im Pappbecher in die Hand dr&#252;ckt. Ich sammel mich auf der Bank sitzend.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Die Gl&#252;ckw&#252;nsche und Umarmungen gehen weiter, Alex holt die Tasche mit den Wechselklamotten und wir verschwinden im beheizten Zelt zum Umziehen. Zum Gl&#252;ck steht dort eine Kiste zum Draufsetzen!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Als wir wieder rauskommen, hat sich das Wetter mal wieder komplett ge&#228;ndert. Es nieselt und die Berge, die vorher noch von der Sonne angestrahlt wurden, sind durch den dicken Nebel unsichtbar geworden.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm;margin-right: 0cm;margin-left: 0cm;margin-bottom: 0.0001pt;font-size: 11pt;font-family: Calibri, sans-serif\"><span lang=\"DE\">Wie geplant nehmen wir die Bahn runter nach Grindelwald um 19:25.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da war ich also wieder: kurz vor 3 Uhr morgens auf dem Parkplatz vor dem Freibad in Ascona. Ausnahmsweise hatten wir mal eine ruhige Nacht auf dem Campingplatz und wir waren fr&#252;h da. 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